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Ein Tablet für 43,99€ – meine Erfahrungen mit dem Odys LOOX

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Ein Tablet für unter 50€. Geht das? Ja, mit dem ODYS LOOX Wi-Fi 17,78cm (7″) 4GB mit Android 4.0, welches ich mir Anfang der Woche bei notebooksbilliger für 43,99€ gekauft habe – und welches jetzt wieder zurück geht 🙂

Vorweg: Es ist unglaublich, was man für diesen Preis geboten bekommt, im positivien Sinne. Ein 7Zoll Tablet mit MicroSD-Slot, USB, Touchscreen, WLAN, Frontkamera und Android 4.0. Das klingt beeindruckend und ist es zum großen Teil auch. Das Tablet arbeitet zügig und kann auch problemlos Youtube-Videos darstellen. Spiele laufen flüssig, der Browser arbeitet schnell und insgesamt fühlt sich das Tablet auch wirklich gut an, aber…

Der Touchscreen ist leider eine Qual. Es handelt sich um eine drucksensitive Version, d.h. man muss immer ein wenig Druck ausüben, damit eine Aktion ausgeführt wird. Damit sind Multitouch-Gesten zwar in der Theorie möglich, praktisch aber nicht durchführbar. Eigentlich muss ich sogar sagen, dass das Tablet mit den Fingern quasi nicht bedienbar ist. Das haben die Macher wohl erkannt und einen Stift beigelegt, und damit ist das Tablet wirklich gut zu bedienen. Ansonsten ist das Display OK – solange man nur alleine darauf gucken will – wer ein paar Zentimeter daneben sitzt kann eigentlich nichts mehr erkennen. Das nenn ich Privatssphäre 🙂

Auffällig ist auch das Gewicht: Kleiner als ein iPad-Mini wiegt das Odys locker so viel wie ein normales iPad und liegt damit schon nach kürzester Zeit wirklich schwer in der Hand.

Und noch zwei weitere Probleme: Ich kann mich mit meinem Google-Account nicht anmelden. Daher habe ich extra einen neuen anlegen müssen, was auch geklappt hat. Trotzdem kann ich nichts aus dem Playstore laden. Keine Ahnung warum. Muss also auf den installierten AndroidPIT-Store zurückgreifen, der aber nur einen Bruchteil an Apps bietet.

Das Tablet schicke ich jetzt zurück, weil es aufgrund des schwachen Touchscreens für meinen Anwendungszweck völlig ungeeignet ist: Das Gerät sollte zum spielerischen Kennenlernen von dieser Technik für meine beiden Söhne (9 und 2) eingesetzt werden. Aber der Große würde den Stift innerhalb von zwei Tagen verlieren, der kleine vermutlich das Display damit innerhalb kürzester Zeit zerstören. Das ist nicht Sinn der Sache. Außerdem sollten sie ein wirklich kinderleicht zu bedienendes Gerät bekommen, und das ist das Odys definitiv nicht – was unter anderem auch daran liegt, das Android wirklich nicht selbsterklärend ist. Und der nicht funktionierende Play-Store war dann das endgültige Aus für das Odys-Gerät.

Fazit: Wer kein Tablet hat, mit einem Stift klar kommt und nur mal so surfen und Mail gucken will, der kann vielleicht für den Preis zugreifen. Für knapp 200€ bekommt man allerdings ein Google-Nexus – und ich empfehle wirklich diese paar Euro mehr zu investieren.