Fälschungssichere Pässe die II.

Abgeordnetenwatch.de ist eine nette Möglichkeit um direkt mit Mitgliedern des Bundestages in Kontakt zu treten und einmal zu gucken, was so hinter den einzelnen Politikern steckt. Und, wie befürchtet, jagt auch hier eine Worthülse die andere.

Meine aktuelle Anfrage an Herrn Dr. Dieter Wiefelspütz (SPD)

„Sehr geehrter Herr Wiefelspütz,

dem deutschen Bundestag zufolge ( dip.bundestag.de ) gab es von 2001 bis 2006 genau 6 Passfälschungen in unserem Land. Bitte erklären Sie mir als Laien doch einmal, inwiefern denn dann Fingerabdrücke und andere biometrische Merkmale auf Reisepässen und eventuell zukünftig auch auf Personalausweisen mein Leben sicherer oder einfacher machen. Außerdem würde ich gerne wissen, in welchem Verhältnis die Erweiterungen unserer Pässe um biometrische Daten zur Anzahl an Passdelikten stehen. Ich habe das leider noch nicht verstanden.

Mit freundlichen Grüßen
Xx“

Die Antwort von Dr. Dieter Wiefelspütz kam recht schnell und die Aussagekraft? Nunja, man bilde sich selber ein Urteil.

„Sehr geehrter Herr XX,

der jetzige Personalausweis ist praktisch fälschungssicher. Es geht bei der Biometrie um die blitzschnelle und sichere Identifizierung. Das Foto ist gut, der Fingerabdruck ist noch besser.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz“

Vielen Dank. Ich fühle mich gleich viel sicherer in diesem Land.

Ein Kommentar

  1. Thomas sagt:

    Naja, die Fragestellung war ja auch schon falsch. Man hätte erstmal grundsätzlich fragen sollen, warum ICH als Bürger mir einen solchen Pass oder Personalausweis zulegen soll. Welchen Nutzen hat es für MICH, dass Bild und Fingerabdrücke elektronisch auf dem Chip gespeichert sind.
    Jede Wette: Alle Gründe die angeführt werden laufen auf eine bessere Überwachbarkeit des Passinhabers hinaus… was für MICH mitnichten ein Argument FÜR den ePass und ePersonalausweis ist.
    Was passiert eigentlich mit so einem ePass, wenn er aus Versehen mal längere Zeit auf einer Microwelle gelagert wird???