Rechnen mit Spiegel-Online…

„Die Behörde (Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)) erreichten täglich rund 50.000 Anrufe von interessierten Verbrauchern. Teils habe es sogar bis zu 270.000 Anrufe gegeben. Die Anfragen würden von 20 Mitarbeitern beantwortet.“ schreibt SpOn.

Ich bin nicht besonders gut in Mathe, aber ich versuche mal das nach zu rechnen:

20 Mitarbeiter und 50.000 Anrufe. Das macht 50.000/20 = 2.500 Anrufe pro Mitarbeiter und Tag (im Schnitt).

Für die 2.500 Anrufe hat jeder Mitarbeiter 24h Zeit um Sie abzuarbeiten, wenn es keine Pausen gibt und rund um die Uhr telefoniert wird (letzteres ist bei unseren Behörden eher sehr unwahrscheinlich, aber egal).

24h = 1440 Minuten = 86.400 Sekunden.

Also 2.500 Anrufe in 86.400 Sekunden abwickeln: 86.400/2.500 = 34,56 Sekunden.

Also pro Gespräch knapp 34 Sekunden – das nenne ich mal fundierte Beratung. Wenn daraus nun 270.000 Anrufe werden, bleiben noch 86.400/13.500 = 6,4 Sekunden – Unglaublich. 6,4 Sekunden Beratung, und selbst dann müsste der Mitarbeiter ohne jede Unterbrechung oder Verzögerung Anrufe annehmen.

Sehr interessant.

3 Kommentare

  1. Der Chef sagt:

    „Der Beitrag im Blog zeigt aber leider auch, dass unsere Politiker einfache Zusammenhaenge nicht mehr verstehen: Die Anfragen werden von 20 Mitarbeitern bearbeitet – dass muessen nicht zwangslaeufig auch diejenigen sein, die die Anrufe entgegennehmen.“

    Autsch….

    Ist aber zumindest naheliegend, oder nicht?

    Oder soll dass heissen, dass nur 10 Telefonieren und 10 im Backoffice sind oder vielleicht tausende telefonieren und nur 20 die Anfragen dann irgendwie im Hintergrund bearbeiten?

    Fragen über Fragen….

  2. Anonymous sagt:

    Der Beitrag im Blog zeigt aber leider auch, dass unsere Politiker einfache Zusammenhaenge nicht mehr verstehen: Die Anfragen werden von 20 Mitarbeitern bearbeitet – dass muessen nicht zwangslaeufig auch diejenigen sein, die die Anrufe entgegennehmen.

  3. Anonymous sagt:

    Wunderbare Rechnung, sie zeigt (leider) dass man den deutschen Massenmedien nichteinmal mehr einfachste Aussagen glauben kann…