Verklagt und zugenäht

Überall um uns herum geschehen Verbrechen, illegale Sachen werden getrieben, Vergehen begangen, Verbote ignoriert und bösartige Allianzen geschlossen. Zum Glück gibt es ein Mittel gegen all das Übel dieser Welt: wir können die Bösen verklagen.

Und dabei ist es wichtig, dass nur erfolgreiche Firmen verklagt werden, denn nur dort ist auch was Anständiges zu holen. Wie z.B. bei Microsoft, die ja dafür bestraft werden, dass sie ein Betriebssystem verkaufen und weitere Software mitliefern. Wie böse. Wird eigentlich irgendjemand gezwungen MS-Software zu kaufen? Ich glaube nicht.

Bei meinem Mac freue ich mich darüber, dass ein Software-Komplett-Paket dabei liegt. Naja, egal. Seit Apple mehr im Fokus der Öffentlichkeit steht, versucht man natürlich auch hier etwas zu holen, denn die scheinen ja mittlerweile auch Geld zu verdienen. Also verklagen wir Apple, weil iTunes nur mit iPods vernünftig zusammen arbeitet (Da fällt mir auf, meine Rechtschreibprüfung kennt den iPod nicht – vielleicht auch verklagen?) – bzw. wer iTunes-Songs auf einem anderen Player spielen will, muss ein paar Klicks mehr machen. Das kann ich natürlich verstehen, dass Verbraucherschützer da einschreiten müssen.

Hier ein paar Vorschläge, wen man noch alles wegen Inkompatibilitäten verklagen könnte:

  • Ölkonzerne – weil Diesel nicht in meinem Otto-Motor funktioniert
  • Sony, Nintendo, Ms – weil deren Konsolenspiele nur auf der jeweils eigenen Konsole spielbar sind
  • BMW, Audi, VW, etc. – weil ich keine Honda-Ersatzteile an deren Autos bauen kann
  • Hersteller von DVD-Playern, weil diese keine VHS-Kassetten mehr abspielen
  • Sony mal wieder – weil nur Memory-Sticks in deren Kameras passen

Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen. Für Vorschläge bin ich jederzeit dankbar.

3 Kommentare

  1. Thorben sagt:

    Es geht ja nicht darum, wer hier wen verklagt, sondern darum, daß es momentan modern ist, andere zu verklagen um an Ihr Geld zu kommen anstelle selber gute Produkte zu erstellen. Und wie ich sage, niemand ist gezwungen MS-Produkte zu kaufen – ein hausgemachtes Monopol…

  2. Anonymous sagt:

    Zitat: „Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen. Für Vorschläge bin ich jederzeit dankbar.“

    hm… polemik pur. als ob shell, bmw oder sony marktanteile vergleichbar M$ besäßen.

    wobei die mineralölkonzerne und ihre willfährigen politiker schon ein ergibieges thema wären…

  3. Anonymous sagt:

    Zitat: „Wird eigentlich irgendjemand gezwungen MS-Software zu kaufen?“

    während in japan das schulsystem auf open source umgestellt wird, ist in meinem bundesland an den schulen M$ vorinstalliert.

    da kann man jetzt monopole beklagen, aber wenn man erst grundschüler an M$ gewöhnt und hinterher jammert, dann sind das krododilstränen…