CDU: Handys sollen Jugendschutz-Funktion bekommen

Die CDU-Fraktion des nordrhein-westfälischen Landtags verlangt jetzt, dass Hersteller von Handys diese und andere mobile Endgeräte mit einer Schutzsoftware ausstatten, die den Eltern der Jugendlichen die Kontrolle über die Bluetooth-Schnittstelle der Geräte überlässt. Erst nach Eingabe eines PIN-Codes sollte Austausch von Dateien via Kurzstreckenfunk freigeschaltet werden.

Oh mein Gott. Wie bitte? Noch mal langsam. Eltern sollen Kontrolle über die Bluetooth-Schnittstelle der Handys Ihre Kinder bekommen um diese vor schlimmen Inhalten zu schützen, um den Austausch von Gewalt- und Pornovideos zu unterbinden? Soso, also Kind holt sich Gewaltvideo oder Porno aus dem Netz, lädt dieses dann per Kabel (weil Bluetooth ja gesperrt) aufs Handy und zeigt es seinen Freunden. Dann gibt Kind alle Links zu den Inhalten an Freunde weiter und diese laden sich den Schrott selber runter aufs eigene Handy. Das nenne ich mal effektiven Jugendschutz.

„Für das Problem, dass Jugendliche in der Regel weit besser über ihre Handys Bescheid wissen als ihre Eltern, hat Jarzombek ebenfalls bereits eine Lösung parat. Hinweisaufkleber auf den Verpackungen sowie ein so genanntes Elternposter sollen Vater und Mutter über die integrierten Jugendschutzfunktionen der Hightech-Spielzeuge ihrer Sprösslinge aufklären.“

Hui, per Hinweisaufkleber wird uns dummen älteren jetzt das Handy erklärt. Das ist ja wunderbar. Und ein Poster gibt’s gleich noch dazu. Das ist ja wirklich einzigartiger Blödsinn.

Und wieder einmal beweisen Unionspoltiker, dass sie wirklich überhaupt keine Ahnung von den Dingen haben, über die sie da reden und richten wollen.

Wie wäre es mit folgendem Aufkleber, die wir Bürger auf unsere aktuellen Themen und Probleme kleben? Gerne auch als Poster erhältlich…

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