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	<title>Kommentare zu: Eiseskälte im Gesundheitswesen?</title>
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	<description>Interessantes aus der Welt der Politik</description>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-593</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 16:15:13 +0000</pubDate>
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		<description>Oh, noch was:

&quot;[...] dass es immer mehr Leistungsempfänger gibt und immer weniger Leistungserbringer bzw. Einzahler. Das wäre vermutlich dadurch zu lösen, dass “alle” einzahlen [...]&quot;

Private Krankenversicherungen gibt es ja auch nicht seit Anbeginn der Sozialversicherungswesen. Sie sind vielmehr ein Produkt liberaler Politik der achtziger Jahre.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, noch was:</p>
<p>&#8220;[...] dass es immer mehr Leistungsempfänger gibt und immer weniger Leistungserbringer bzw. Einzahler. Das wäre vermutlich dadurch zu lösen, dass “alle” einzahlen [...]&#8221;</p>
<p>Private Krankenversicherungen gibt es ja auch nicht seit Anbeginn der Sozialversicherungswesen. Sie sind vielmehr ein Produkt liberaler Politik der achtziger Jahre.</p>
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		<title>Von: Thomas</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-592</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 16:10:37 +0000</pubDate>
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		<description>@ Thorben: &quot;Prominentestes Beispiel: Rentenversicherung. Da ist die Ertragslage einer privaten Versicherungen elementar höher als bei der gesetzlichen.&quot;

Nee echt? Deine Private Rentenversicherung GARANTIERT Dir jetzt schon einen Ertrag für Deine Rente? Unabhängig wie sich die Wirtschaft (und damit die der PRV zugrundeliegenden Fonds) entwickelt? Geil. Welche Versicherung ist das und welcher Tarif? Das dürfte so ziemlich der einzige sein, der sowas kann.
Das IMK läßt jedenfalls kein gutes Haar am Riestern
siehe http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Thorben: &#8220;Prominentestes Beispiel: Rentenversicherung. Da ist die Ertragslage einer privaten Versicherungen elementar höher als bei der gesetzlichen.&#8221;</p>
<p>Nee echt? Deine Private Rentenversicherung GARANTIERT Dir jetzt schon einen Ertrag für Deine Rente? Unabhängig wie sich die Wirtschaft (und damit die der PRV zugrundeliegenden Fonds) entwickelt? Geil. Welche Versicherung ist das und welcher Tarif? Das dürfte so ziemlich der einzige sein, der sowas kann.<br />
Das IMK läßt jedenfalls kein gutes Haar am Riestern<br />
siehe <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm" rel="nofollow">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm</a></p>
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		<title>Von: tirstoff</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-590</link>
		<dc:creator>tirstoff</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 11:26:13 +0000</pubDate>
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		<description>@Turtle: Das ist es, was ich meine. Es gibt sinnvolle &quot;echte&quot; Aenderungen. Einige hast Du aufgezaehlt. Solche Vorschlaege sollten in der Politik diskutiert und umgesetzt werden.
Stattdessen wird wieder ausschliesslich ueber die Stellschrauben der Verteilung geredet und dann daran herumgeschraubt. Und von der EU gefoerdertes kostenloses Obst fuer alle Schueler in Niedersachsen abgelehnt (nicht, dass das alleine ausreichen wuerde...).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Turtle: Das ist es, was ich meine. Es gibt sinnvolle &#8220;echte&#8221; Aenderungen. Einige hast Du aufgezaehlt. Solche Vorschlaege sollten in der Politik diskutiert und umgesetzt werden.<br />
Stattdessen wird wieder ausschliesslich ueber die Stellschrauben der Verteilung geredet und dann daran herumgeschraubt. Und von der EU gefoerdertes kostenloses Obst fuer alle Schueler in Niedersachsen abgelehnt (nicht, dass das alleine ausreichen wuerde&#8230;).</p>
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		<title>Von: admin</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-588</link>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 15:01:44 +0000</pubDate>
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		<description>Guter Beitrag #Turtle. Auch wenn ich nicht in allen Punkten übereinstimme. Aber: &quot;Lebensrisiken zu privatisieren macht das Leben nicht besser, nur teurer.&quot; da stimme ich erstmal nicht zu.

Prominentestes Beispiel: Rentenversicherung. Da ist die Ertragslage einer privaten Versicherungen elementar höher als bei der gesetzlichen. Vermutlich würde mehr Geld am Ende herauskommen, wenn ich mein Geld unters Kopfkissen lege als wenn ich es der gesetzl. Versicherung zur Verfügung stelle. Wenn Wettbewerb vorhanden ist, wird weiter entwickelt, werden Kosten reduziert,... 

Privatisierung ist kein Allheilmittel (z.B. finde ich es bei der Bahn mehr als falsch) aber in manchen Bereichen doch eine gute Idee. Und ich denke, es liegt nicht an den Krankheiten der älteren, dass die Gesundheitskosten steigen, sonderen daran, dass es immer mehr Leistungsempfänger gibt und immer weniger Leistungserbringer bzw. Einzahler. Das wäre vermutlich dadurch zu lösen, dass &quot;alle&quot; einzahlen und die Priviligierten Beamten, Selbständigen und Gutverdiener Ihre Pfründe loslassen müssen. Der Weg, den Ausgleich durch Steuern zu schaffen ist nicht die Königslösung, aber ich denke, dadurch zahlen immerhin alle Steuerzahler mit - und das sind mehr als jetzt angestellte Arbeitnehmer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Beitrag #Turtle. Auch wenn ich nicht in allen Punkten übereinstimme. Aber: &#8220;Lebensrisiken zu privatisieren macht das Leben nicht besser, nur teurer.&#8221; da stimme ich erstmal nicht zu.</p>
<p>Prominentestes Beispiel: Rentenversicherung. Da ist die Ertragslage einer privaten Versicherungen elementar höher als bei der gesetzlichen. Vermutlich würde mehr Geld am Ende herauskommen, wenn ich mein Geld unters Kopfkissen lege als wenn ich es der gesetzl. Versicherung zur Verfügung stelle. Wenn Wettbewerb vorhanden ist, wird weiter entwickelt, werden Kosten reduziert,&#8230; </p>
<p>Privatisierung ist kein Allheilmittel (z.B. finde ich es bei der Bahn mehr als falsch) aber in manchen Bereichen doch eine gute Idee. Und ich denke, es liegt nicht an den Krankheiten der älteren, dass die Gesundheitskosten steigen, sonderen daran, dass es immer mehr Leistungsempfänger gibt und immer weniger Leistungserbringer bzw. Einzahler. Das wäre vermutlich dadurch zu lösen, dass &#8220;alle&#8221; einzahlen und die Priviligierten Beamten, Selbständigen und Gutverdiener Ihre Pfründe loslassen müssen. Der Weg, den Ausgleich durch Steuern zu schaffen ist nicht die Königslösung, aber ich denke, dadurch zahlen immerhin alle Steuerzahler mit &#8211; und das sind mehr als jetzt angestellte Arbeitnehmer.</p>
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		<title>Von: Turtle</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-587</link>
		<dc:creator>Turtle</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 14:50:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://ich-werde-politiker.de/?p=380#comment-587</guid>
		<description>Eine grundsaetzliche und soziale Aenderung des Gesundheitssystems ließe sich auch durch eine generelle gesetzliche Versicherungspflicht (keine PK mehr) schaffen bei gleichzeitiger Konsolidierung der Krankenkasse. Letzteres zeichnet sich ja sowieso ab, die Anzahl der gesetzl. KK nimmt ab. Wenn man es dadurch schafft den Verwaltungsaufwand zu minimieren, spart das schon mal jede Menge Kosten. Auch solch fragwuerdigen Riesenprojekte wie die elektronische Gesundheitskarte kosten wahrscheinlich mehr als sie langfristig bringen. Die Zeit war/ist dafuer offensichtlich noch nicht reif.

Im Uebrigen ist es fraglich ob die aeltere Gesellschaft wirklich so viel mehr kostet. Gesundheitskosten entstehen immer am meisten im letzten Lebensjahr eines Menschen, egal wie alt. Gleichzeitig muessen ja auch weniger junge Menschen versorgt werden. Auch werden die Menschen ja nicht unbedingt kraenker wenn sie aelter werden, sonst wuerden sie wohl nicht so alt werden. Hinzu kommt, dass es gerade in Dtl. jede Menge Vorsorgeuntersuchungen gibt, die nicht oder nur wenig evaluiert werden (Bsp. Koloskopie, Abstrich bei Frauen jaehrlich, Mammographie usw.) aber viel kosten. Der Nutzen ist damit nicht immer gegeben, wenn man den Aufwand in Relation stellt.

Gleichzeitig gibt es viele Moeglichkeiten einen gesuenderen Lebensstil zu foerdern. Rauchen kann richtig teuer sein, Alkohol muss nicht billiger werden. Auch die Förderung einer gesunden Ernährungsweise durch gesundes und kostenloses/billiges (also öffentlich gefördertes) Schulessen wäre ein Ansatz. Anreize fuer mehr Bewegung z.B. durch Erwachsenen- oder Senioren&quot;spielplätze&quot;. 

Hinzu kommt, dass die Pharmabranche Preise verlangen kann wie sie will. Ist auch verstaendlich aus Sicht eines solchen Unternehmens. Medizinische Forschung findet heutzutage vor allem in der Privatwirtschaft statt, klar dass das Geld auch wieder reinkommen muss (plus Gewinn, die meisten sind ja AGs). Staatlich finanzierte Forschung mit frei zugaenglichen Ergebnissen wuerde eine Menge helfen. Dann wuerde sich auch die leidige Patentfrage erledigen. 

Auch die Frage ob niedergelassene Aerzte immer selbstständig sein muessen, ist für mich nicht abschliessend beantwortet. Warum nicht über die Einrichtung von Polikliniken nachdenken (mit angestellen Ärzten), das finanzielle Risiko des Artzes (Praxiseinrichtung etc) ist geringer und der Zwang zu einem entsprechenden &quot;Umsatz&quot; wird weniger. 

Ich finde die Argumente &quot;Wir werden immer aelter und deshalb kostet die Krankenversicherung mehr.&quot; und &quot;Es kann so nicht weitergehen&quot; nicht wirklich überzeugend. Die einzige Antwort die in den letzten Jahren gefunden wurde, war die Arbeitgeber mehr und mehr aus der sozialen Verantwortung zu entlassen, die Belastung der Arbeitnehmer zu erhöhen und gleichzeitig die Leistungen zu kürzen. Insofern ist die Kopfpauschale konsequent, die Arbeitgeber sind fein raus und untere u. mittlere Einkommensschichten haben überproportional drunter zu leiden. Sog. &quot;Sachzwänge&quot; sind keine Grundlage für eine solidarische Politik, da braucht es eher den Willen zu echter Veränderung, nicht nur bei Politikern. Lebensrisiken zu privatisieren macht das Leben nicht besser, nur teurer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine grundsaetzliche und soziale Aenderung des Gesundheitssystems ließe sich auch durch eine generelle gesetzliche Versicherungspflicht (keine PK mehr) schaffen bei gleichzeitiger Konsolidierung der Krankenkasse. Letzteres zeichnet sich ja sowieso ab, die Anzahl der gesetzl. KK nimmt ab. Wenn man es dadurch schafft den Verwaltungsaufwand zu minimieren, spart das schon mal jede Menge Kosten. Auch solch fragwuerdigen Riesenprojekte wie die elektronische Gesundheitskarte kosten wahrscheinlich mehr als sie langfristig bringen. Die Zeit war/ist dafuer offensichtlich noch nicht reif.</p>
<p>Im Uebrigen ist es fraglich ob die aeltere Gesellschaft wirklich so viel mehr kostet. Gesundheitskosten entstehen immer am meisten im letzten Lebensjahr eines Menschen, egal wie alt. Gleichzeitig muessen ja auch weniger junge Menschen versorgt werden. Auch werden die Menschen ja nicht unbedingt kraenker wenn sie aelter werden, sonst wuerden sie wohl nicht so alt werden. Hinzu kommt, dass es gerade in Dtl. jede Menge Vorsorgeuntersuchungen gibt, die nicht oder nur wenig evaluiert werden (Bsp. Koloskopie, Abstrich bei Frauen jaehrlich, Mammographie usw.) aber viel kosten. Der Nutzen ist damit nicht immer gegeben, wenn man den Aufwand in Relation stellt.</p>
<p>Gleichzeitig gibt es viele Moeglichkeiten einen gesuenderen Lebensstil zu foerdern. Rauchen kann richtig teuer sein, Alkohol muss nicht billiger werden. Auch die Förderung einer gesunden Ernährungsweise durch gesundes und kostenloses/billiges (also öffentlich gefördertes) Schulessen wäre ein Ansatz. Anreize fuer mehr Bewegung z.B. durch Erwachsenen- oder Senioren&#8221;spielplätze&#8221;. </p>
<p>Hinzu kommt, dass die Pharmabranche Preise verlangen kann wie sie will. Ist auch verstaendlich aus Sicht eines solchen Unternehmens. Medizinische Forschung findet heutzutage vor allem in der Privatwirtschaft statt, klar dass das Geld auch wieder reinkommen muss (plus Gewinn, die meisten sind ja AGs). Staatlich finanzierte Forschung mit frei zugaenglichen Ergebnissen wuerde eine Menge helfen. Dann wuerde sich auch die leidige Patentfrage erledigen. </p>
<p>Auch die Frage ob niedergelassene Aerzte immer selbstständig sein muessen, ist für mich nicht abschliessend beantwortet. Warum nicht über die Einrichtung von Polikliniken nachdenken (mit angestellen Ärzten), das finanzielle Risiko des Artzes (Praxiseinrichtung etc) ist geringer und der Zwang zu einem entsprechenden &#8220;Umsatz&#8221; wird weniger. </p>
<p>Ich finde die Argumente &#8220;Wir werden immer aelter und deshalb kostet die Krankenversicherung mehr.&#8221; und &#8220;Es kann so nicht weitergehen&#8221; nicht wirklich überzeugend. Die einzige Antwort die in den letzten Jahren gefunden wurde, war die Arbeitgeber mehr und mehr aus der sozialen Verantwortung zu entlassen, die Belastung der Arbeitnehmer zu erhöhen und gleichzeitig die Leistungen zu kürzen. Insofern ist die Kopfpauschale konsequent, die Arbeitgeber sind fein raus und untere u. mittlere Einkommensschichten haben überproportional drunter zu leiden. Sog. &#8220;Sachzwänge&#8221; sind keine Grundlage für eine solidarische Politik, da braucht es eher den Willen zu echter Veränderung, nicht nur bei Politikern. Lebensrisiken zu privatisieren macht das Leben nicht besser, nur teurer.</p>
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		<title>Von: tirstoff</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-586</link>
		<dc:creator>tirstoff</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 14:41:31 +0000</pubDate>
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		<description>In der Tat, es braucht mutige und grosse Aenderungen. In der Politik ueberhaupt, aber auch speziell im Gesundheitswesen. Ich kenne keine Details ueber die Roeslerschen Ideen (die meines Wissens nach ohnehin noch einer genaueren Ausarbeitung beduerfen).
Fakt ist jedenfalls, dass bei einem Einheitstarif die reicheren Pflichtversicherten weniger, die aermeren ueber der hierfuer definierten &quot;Armutsgrenze&quot; mehr bezahlen werden. Fuer die Privatversicherten aendert sich nichts. Wie das unterhalb der Grenze aussieht haengt vom Mass der Unterstuetzung und der genauen Hoehe der Grenze ab. Beides jederzeit variierbar, von sozial ueber mittel bis assozial. Sagt also so erstmal gar nichts aus.
Auch bei dem Thema Grundversorgung ist die Kernfrage fuer eine Bewertung, wie eine solche definiert ist. Auch schnell jederzeit variierbar. Ist damit weniger als der status quo der jetzigen Kassenversorgung gemeint, dann waere dies in jedem Fall eine Verschlechterung fuer alle, die arm genug sind, sich keine Zusatzversicherung leisten zu koennen. Und das sind zumindest diejenigen unter der Grenze.
Ein weiterer Fakt ist, dass derzeit viele Aerzte die Privatpatienten brauchen, um ueber die Runden zu kommen, weil die privaten Krankenversicherungen den Aerzten mehr zahlen (weiss ich von einem befreundeten Arzt, der bewusst auf einen grossen Teil seines moeglichen Einkommens verzichtet, um nach bestem Wissen und Gewissen behandeln zu koennen - er verdient so weniger als ich, was auesserst unueblich ist). Natuerlich gibt es hier auch schwarze Schafe, die Kassenpatienten meiden.
Und auch die privaten Krankenversicherungen bekommen immer mehr zu spueren, dass auch ihre Kunden aelter werden, so dass trotz der hoeheren Beitraege fuer aeltere Kunden die Gelder fuer die hoeheren Honorare knapp werden.
Was man allein mit einer Gesundheitsreform nicht in den Griff bekommen wird, ist die Ueberalterung der Gesellschaft und die damit verbundenen Gesundheitskosten. Was eine Gesundheitsreform vermutlich nicht in den Griff bekommen wird, ist eine vernuenftige Veraenderung der Kassen-/Privatpatient Situation. Das ist naemlich eine heilige Kuh und (wie oben geschildert) auch nur aeusserst schwierig und mit grossen Umwaelzungen zu loesen. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.
Die immer wieder zitierten Punkte der Gesundheitsreformideen der FDP an sich bedeuten wieder nur eine Umverteilung der Gebuehren, also die ueblichen, in der Politik fast ausschliesslich eingesetzten Stellschrauben. Mag anfangs sogar fuer einige Aermere (nicht aber die ganz armen) guenstiger sein, kann aber auch jederzeit per Stellschraubenjustierung veraendert werden.
Was ich ziemlich enttaeuschend finde (aber was hatte ich denn erwartet?), ist, dass keine inhaltlich relevanten Punkte an die Oeffentlichkeit dringen. Ist die FDP einfach nur nicht gut genug in ihrer Pressearbeit, um inhaltlich relevantes an die Oeffentlichkeit zu bringen, oder gibt es da einfach (noch) nichts anderes...?
Lassen wir uns ueberraschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In der Tat, es braucht mutige und grosse Aenderungen. In der Politik ueberhaupt, aber auch speziell im Gesundheitswesen. Ich kenne keine Details ueber die Roeslerschen Ideen (die meines Wissens nach ohnehin noch einer genaueren Ausarbeitung beduerfen).<br />
Fakt ist jedenfalls, dass bei einem Einheitstarif die reicheren Pflichtversicherten weniger, die aermeren ueber der hierfuer definierten &#8220;Armutsgrenze&#8221; mehr bezahlen werden. Fuer die Privatversicherten aendert sich nichts. Wie das unterhalb der Grenze aussieht haengt vom Mass der Unterstuetzung und der genauen Hoehe der Grenze ab. Beides jederzeit variierbar, von sozial ueber mittel bis assozial. Sagt also so erstmal gar nichts aus.<br />
Auch bei dem Thema Grundversorgung ist die Kernfrage fuer eine Bewertung, wie eine solche definiert ist. Auch schnell jederzeit variierbar. Ist damit weniger als der status quo der jetzigen Kassenversorgung gemeint, dann waere dies in jedem Fall eine Verschlechterung fuer alle, die arm genug sind, sich keine Zusatzversicherung leisten zu koennen. Und das sind zumindest diejenigen unter der Grenze.<br />
Ein weiterer Fakt ist, dass derzeit viele Aerzte die Privatpatienten brauchen, um ueber die Runden zu kommen, weil die privaten Krankenversicherungen den Aerzten mehr zahlen (weiss ich von einem befreundeten Arzt, der bewusst auf einen grossen Teil seines moeglichen Einkommens verzichtet, um nach bestem Wissen und Gewissen behandeln zu koennen &#8211; er verdient so weniger als ich, was auesserst unueblich ist). Natuerlich gibt es hier auch schwarze Schafe, die Kassenpatienten meiden.<br />
Und auch die privaten Krankenversicherungen bekommen immer mehr zu spueren, dass auch ihre Kunden aelter werden, so dass trotz der hoeheren Beitraege fuer aeltere Kunden die Gelder fuer die hoeheren Honorare knapp werden.<br />
Was man allein mit einer Gesundheitsreform nicht in den Griff bekommen wird, ist die Ueberalterung der Gesellschaft und die damit verbundenen Gesundheitskosten. Was eine Gesundheitsreform vermutlich nicht in den Griff bekommen wird, ist eine vernuenftige Veraenderung der Kassen-/Privatpatient Situation. Das ist naemlich eine heilige Kuh und (wie oben geschildert) auch nur aeusserst schwierig und mit grossen Umwaelzungen zu loesen. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren.<br />
Die immer wieder zitierten Punkte der Gesundheitsreformideen der FDP an sich bedeuten wieder nur eine Umverteilung der Gebuehren, also die ueblichen, in der Politik fast ausschliesslich eingesetzten Stellschrauben. Mag anfangs sogar fuer einige Aermere (nicht aber die ganz armen) guenstiger sein, kann aber auch jederzeit per Stellschraubenjustierung veraendert werden.<br />
Was ich ziemlich enttaeuschend finde (aber was hatte ich denn erwartet?), ist, dass keine inhaltlich relevanten Punkte an die Oeffentlichkeit dringen. Ist die FDP einfach nur nicht gut genug in ihrer Pressearbeit, um inhaltlich relevantes an die Oeffentlichkeit zu bringen, oder gibt es da einfach (noch) nichts anderes&#8230;?<br />
Lassen wir uns ueberraschen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: flippah</title>
		<link>http://ich-werde-politiker.de/presse/eiseskalte-im-gesundheitswesen/comment-page-1/#comment-585</link>
		<dc:creator>flippah</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:20:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://ich-werde-politiker.de/?p=380#comment-585</guid>
		<description>Ich kann mich noch erinnern, wie mal ausgerechnet wurde, dass die Kopfpauschale eine stärkere Umverteilung bedeuten würde, als das damals aktuelle System (also das vorm Fonds) oder die Bürgerversicherung.

Ich finde auch, dass es so wie es ist, nicht bleiben kann. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie man es anders, besser machen kann. Nur kann man diese oft nicht mischen. Wenn man auf einen Baum zurast, kann man rechts oder links an dem vorbei, einen Kompromiss gibts da nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann mich noch erinnern, wie mal ausgerechnet wurde, dass die Kopfpauschale eine stärkere Umverteilung bedeuten würde, als das damals aktuelle System (also das vorm Fonds) oder die Bürgerversicherung.</p>
<p>Ich finde auch, dass es so wie es ist, nicht bleiben kann. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie man es anders, besser machen kann. Nur kann man diese oft nicht mischen. Wenn man auf einen Baum zurast, kann man rechts oder links an dem vorbei, einen Kompromiss gibts da nicht.</p>
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