Wir müssen endlich mehr Geld ausgeben

SPD-Fraktionschef Peter Struck hat […] ein Ende des strikten Sparkurses gefordert. Für Bafög, Klimaschutz und die Afghanistan-Mission müsse mehr Geld ausgegeben werden. Struck stellt sich damit gegen Minister Peer Steinbrück.

Logisch, oder? Wenn mehr Geld in der Kasse ist (als erwartet) dann sollte man doch auch mehr Geld ausgeben investieren. Soweit – so schlau.

Was aber, wenn man, nebenbei betrachtet, aktuell Schulden i.H.v. 1.493.812.529.050 € (das sind 1500 Milliarden €) hat. Was, wenn man aktuell keinen Cent tilgt? Was, wenn man mehr als 40 Milliarden (!) € jährlich an Zinsen zahlen muss? Was, wenn Der Gesamtschuldenstand der öffentlichen Haushalte in Abgrenzung des Maastricht-Kriteriums im Jahr 2006 die Höhe von 68 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) erreichte?.

Soll man dann immer noch weiter ausgeben? Geld, welches man nicht hat? Geld, welches einem nicht gehört?

Dazu der „Bund der Steuerzahler“:

„Die Schulden des Bundes, der Länder und der Gemeinden wachsen und wachsen. Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler beweist dies eindrucksvoll. Seit Februar 2007 steigen die Staatsschulden mit 1.056 Euro pro Sekunde und werden am Ende des Jahres die Höhe von rund 1.519 Milliarden Euro erreicht haben. Zur Veranschaulichung dieser Zahl kann folgendes Beispiel dienen: Würden ab sofort keine Schulden mehr aufgenommen und würde die öffentliche Hand gesetzlich verpflichtet, jeden Monat eine Milliarde Euro an Schulden zu tilgen, so würde dieser Prozess rund 125 Jahre lang andauern müssen, um den Schuldenberg vollständig abzutragen.“

Na dann, machen wir doch weiter wie bisher. Irgendwie klappt das schon noch die kommenden 3 Jahre. Und dann ist eh eine neue Regierung dran, uns die Folgen dieser unverantwortlichen Politik zu erklären – und schuld sind sowieso immer die anderen.

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