Seltsame Prioritäten

Josef Schlarmann, der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung, sagte dem „Handelsblatt“, die Kanzlerin müsse sich „aus der Umklammerung“ von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) „lösen und die politischen Prioritäten von der Haushaltskonsolidierung hin zur Steuerentlastung korrigieren.

Tolle Idee. Ein paar Milliarden Schulden mehr oder weniger, wen interessiert das 1 Jahr vor der Wahl schon, wenn man ggf. mit Steuergeschenken vielleicht 1-2 Wahlviecher mehr gewinnen kann. *kopfschüttel*

3 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    Bitte nicht schon wiedr alles Geld den Armen ich wünschte mir das auch mal gelde beim Mittelstand ankommt!

  2. Der Chef sagt:

    Es ist ja nichts gegen Steuersenkungen zu sagen, auch Guido sagte „Durch Sparsamkeit wären diese im Bundeshaushalt zu finanzieren. „.

    Aktuell ist es jedoch so, dass wieder wild spekuliert wird, irgendwo was entlastet wird und das war es. So wird das nichts, weil es nur weiter Schulden gibt.

    Nur wenn ein vernünftiges Konzept dahinterliegt, das Steuersystem sinnvoll überarbeitet wird und wirklich eine Umverteilung stattfindet, dann bringen Steuerentlastungen etwas. Denn diese müssen wirklich bei den Bedürftigen ankommen, nicht wieder nur bei den oberen 10.000.

  3. tirstoff sagt:

    Tja, und die FDP ist natuerlich vernuenftig und will keine Steuersenkungen. Da habe ich aber schon anderes laeuten hoeren. Z.B. Chef Guido persoenlich Anfang des Jahres, als die CDU noch nicht Steuern senken wollte:

    http://www.welt.de/meinung/article1571644/Von_George_W._Bush_lernen_heisst_Steuern_senken.html

    Tolles Vorbild! 😉
    Im Ernst: Um „den Aufschwung beim Buerger ankommen“ zu lassen braucht es in erster Linie eine Umverteilung. Zumindest dann, wenn auch der kleine Buerger gemeint ist. Unabhaengig von den Auswirkungen von Steuersenkungen auf die Verschuldung (die Folgen sind ja umstritten – gerade die FDP hat schon haeufig behauptet, es wuerde dadurch auch im Gesamthaushalt besser werden) kommt sie allzu haeufig beim kleinen Buerger naemlich kaum an.