Der Münte bereitet uns auf SPD/LINKE vor

Heute auf Spiegel.de: „Müntefering will Linke nicht mehr an DDR messen […]Zugleich schloss Müntefering abermals eine Zusammenarbeit der SPD mit der Linkspartei auf Bundesebene aus, betonte jedoch erneut die Möglichkeit rot-roter Bündnisse in den Ländern.

Heftig kritisierte Müntefering den früheren SPD-Chef Oskar Lafontaine, dessen Rücktritt vor zehn Jahren „feige“ gewesen sei. Mit dem heutigen Chef der Linkspartei wolle er „nichts mehr zu tun haben“.“

Soso, Herr Müntefering will die LINKEN nicht mehr an der SED/DDR messen und sieht die Partei in der Demokratie angekommen. Somit sind Bündnisse auf Länderebene in Ordnung aber auf Bundesebene ausgeschlossen? Und das alles soll ihm irgendjemand glauben? Was will er damit eigentlich bezwecken? Wenn ich der Meinung bin, mit einer Partei auf Landesebene zusammenarbeiten zu können, warum dann nicht auch auf Bundesebene? Ist das nicht viel mehr der Versuch, dem Bürger eine mögliches SPD/LINKE-Koalition schmackhaft zu machen, die Wähler langsam aber sicher darauf vorzubereiten? Nach dem ganzen Hin und Her in Hessen, würde ich sagen, gibt sowie niemand mehr einen Scheiß auf solche Aussagen der SPD.

So, und Herrn Lafontaine kritisiert er als „feige“. Lieber Herr Müntefering, wer im Glashaus sitzt sollte lieber nicht mit Steinen werden:

  • Im Oktober 2005 schlug Müntefering den bisherigen SPD-Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel als zukünftigen Generalsekretär vor. Als sich jedoch am 31. Oktober 2005 innerhalb des Parteivorstandes in einer Kampfabstimmung die zum linken Flügel zählende Andrea Nahles durchsetzen konnte, kündigte Müntefering an, nicht mehr als Parteivorsitzender zu kandidieren.
  • Müntefering kündigte am 13. November 2007 seinen Rücktritt aus familiären Gründen von seinen Ämtern als Bundesarbeitsminister und Vizekanzler an; dieser wurde am 21. November 2007 vollzogen.

(wikipedia.de)

Ein Kommentar

  1. tirstoff sagt:

    Mir geht das Geplaerre ueber die Linke ganz schoen auf den Keks. Die Linke ist eine Partei, die Wahlergebnisse vorweist, die beruecksichtigt werden muessen. Und *jede* andere Partei, die nach einer Wahl alleine nicht regieren kann, muss die anderen Parteien mit vorzeigbaren Wahlergebnissen daraufhin begutachten, ob sich genuegend *inhaltliche* Uebereinstimmungen finden lassen, und ob keine Programmpunkte fuer eine Zusammenarbeit unvereinbar waeren.
    Und dann wird darueber gesprochen.
    Und es werden Kompromisse gesucht und gefunden.
    So funktioniert Demokratie.
    Und da ist es voellig egal, ob irgendjemand vorher gesagt hat, dass er mit denen oder den anderen nicht koalieren wuerde, wenn die Wunschloesung nicht aufgeht.
    Solche Aussagen koennen getrost ignoriert werden – egal von welcher Partei. Und es gibt keine Partei in Deutschland, die an irgendeiner Regierung beteiligt war, die nicht schon regelmaessig inhaltlich hoeherwertige Wahlversprechen gebrochen haette…

    Und was Muentefering angeht: Egal, wie man zu dem Mann steht, dass er seine krebskranke Frau pflegen wollte, kann ihm ja wohl niemand als „feige“ ankreiden. Das Gegenteil waere feige und herzlos gewesen.