Auf dem Weg in den Total(en)-Staat

Ja, wir haben offenbar eine Wirtschaftskrise, einen Abschwung, was auch immer. Das gab es öfter, das wird es immer geben und wir werden es auch diesmal überleben. Davon bin ich überzeugt. Momentan zieht die Krise aber eine Menge anderer Veränderungen in unserem Land hinter sich her. Und diese Veränderungen laufen auf eines hin – auf mehr, viel mehr Staat und immer weniger Freiheiten für uns, die Bürger.

Vorprescher für mehr Staat sind ja seit vielen Jahren unsere Innenministerien, die immer mehr Überwachungen fordern und leider zum Teil auch durchsetzen. Dann folge das Familienministerium, welches ganz offen „Zensur“ fordert und damit unglaubliche Augenwischerei betreibt.

Und jetzt das: Nach dem Konzept (der großen Koalition) sollen Manager ihre Aktienoptionen künftig frühestens nach vier statt wie bisher nach zwei Jahren einlösen können. Außerdem soll der gesamte Aufsichtsrat und nicht nur ein kleiner Ausschuss über die Höhe der Gehälter entscheiden. Der Aufsichtsrat soll weiterhin verpflichtet werden, bei schlechter Entwicklung eines Unternehmens die Vorstandsvergütungen nachträglich zu kürzen. Wenn dies nicht geschieht, sollen die Aufsichtsratsmitglieder dafür haftbar gemacht werden
Jetzt mischt sich der Staat also (nach dem verkappten Mindeslohn) auch immer mehr in die freie Wirtschaft, die Gehälter und Mechanismen ein.

Wollen wir das wirklich? Wollen wir jeden Furz vom Staat, von Gesetzen vorgeschrieben bekommen? Wir sind auf dem besten Weg dahin und jubeln unterwegs sogar noch.

Aber, weniger Freiheit ist nicht mehr Sicherheit. Und ein Staat, dessen einzige wirtschaftliche Kompetenz seit Jahrzehnten das Schuldenmachen ist, ist vielleicht nicht der beste Berater.

18 Kommentare

  1. tirstoff sagt:

    Bildung ist eine sehr wichtige Sache (und dazu gehoert Verstaendnis des Gelernten genauso wie Wissen). Aber es koennen nicht alle in allem gebildet werden. Einmal, weil es dafuer viel zu viel Spezialwissen gibt, und dann, weil viele Leute fuer bestimmte Dinge nicht „begabt“ sind, um es vorsichtig auszudruecken.
    Aber mangelndes Wissen auf Niveau der Schulbildung ist hier nicht das Problem gewesen. Natuerlich waere es gut, wenn mehr Leute verstuenden, was sich hier abgespielt hat. Dann wuerden vielleicht mehr Leute grundlegende Aenderungen fordern.
    Aber die Ursache der Probleme sind massive Fehlentscheidungen vieler Spezialisten, denen man mangelnde Bildung im Bereich Wirtschaft und Finanzen nicht so ohne weiteres vorwerfen kann.
    Viel mehr haben sie aus Gewinnsucht so gehandelt, sehr wohl mit dem Bewusstsein, dass es schiefgehen koennte. Aber der zu erwartende Gewinn fuer die Entscheidungstraeger persoenlich im Falle des Erfolges war viel groesser als der persoenliche Verlust im Falle des Misserfolges. Volkswirtschaftlich gesehen ist es natuerlich genau andersherum.
    Es krankt also am System, in dem die Entscheidungstraeger nicht einem ausgewogenen Belohnungs-/Bestrafungssystem unterliegen. Und *das* ist die Wurzel, an der man anpacken muss.
    Das laesst sich nicht durch wildes Herumdrehen an kleinsten Schraeubchen bewirken, wie es in der Politik schon seit vielen Jahren ueblich ist.
    Stattdessen muessen wissenschaftlich fundierte Alternativen her, mit denen das Belohnungs-/Bestrafungsgleichgewicht hergestellt werden kann. Und diese muessen dann gezielt von einem regulierenden Staat eingesetzt werden. Es gibt da ja durchaus Ansaetze, z.B. in der Spieltheorie.
    Hier haette man es natuerlich mit Modellen zu tun, die die Komplexitaet der Realitaet nicht erreichen koennen. Aber es geht ja auch nicht um die perfekte Loesung, sondern um eine Verbesserung des status quo.
    Um zu sehen, dass in der aktuellen Regelung ein massives Ungleichgewicht ist, braucht man noch nicht einmal vermehrte wirtschaftliche Bildung. Das sollte einem der gesunde Menschenverstand sagen.

  2. Thomas sagt:

    Aber genau das traut sich ja niemand, die Grundlagen zu schaffen oder regulierend einzugreifen um soziale Gerechtigkeit zu schaffen, weil dann nämlich genau das geschrien wird: Kommunismus! DDR! Korea!
    Stattdessen versteigt man sich in Symbolhandlungen wie das Verbot des Solarienbesuchs für Minderjährige oder die Abwrackpämie.

  3. Der Chef sagt:

    Grundlagen schaffen ist das eine, jeden Furz kontrollieren zu wollen das andere.

    Wie gut das funktioniert zeigte uns die DDR, Nord-Korea, UDSSR und so weiter…

  4. Michael Kostic sagt:

    @Thomas:

    Erst einmal:

    „Es ist also durchaus sinnvoll, wenn der Staat in gewissem Maß in dem Markt eigreift und ihn sozial, also für das Groß der Bevölkerung gerecht gestaltet.“

    100% Zustimmung. Aber auch nur unter dieser Prämisse 🙂

    Mit den Modellen ist das tatsächlich so eine Sache für sich. Hübsch anzusehen, aber fast immer nicht so realisierbar…

  5. Thomas sagt:

    @ Michael Kostic: Ich gebe Dir Recht unter der Prämisse, das nur rational gehandelt wird. In Modellen ist das ja auch durchaus legitim. An der Realität geht es jedoch meilenweit vorbei.

  6. Michael Kostic sagt:

    @Thomas:

    Also zunächst einmal: „gibt es nicht“ gibt es nicht. Nur weil wir als Individuen nicht dazu in der Lange sind ein Ding eine Sache einen Zusammenhang zu verstehen, bedeutet dies noch lange nicht das er/es nicht verstanden werden kann.

    Dann zum Thema Der wirtschaftende Mensch:

    Pardon. Das ist blanker Unsinn. Alle Ansammlungen von Menschen selbst die heute noch beobachtbar simpelsten haben eine innere gemeinschaftlich akzeptierte Form der ökonomischen Vernunft.

    Das Problem in unserer Gesellschaft ist lediglich historisch gewachsen. Wer in der Zeit zurückgeht kann gut beobachten das vor Jahrzehnten selbst die einfachsten Gemüter bestimmte ökonomische Zusammenhänge durchaus klar erkannten und das feilbieten dieser entweder ignorierten oder blank ablehnten. Auch war die ökonomische Vernunft weitaus weiter verbreitet als das heute kommuniziert wird.Allerdings war der Grad der Spezialisierung auch nicht derart hoch, dass sei eingestanden Aber auch dies nimmt Tempo aus Systemen hinaus. Es verbieten sich einfach bestimmte Dinge. Nehmen wir die simpelste Prämisse und erklären sie zum Gesetz:

    „Frage stets nach dem Warum.“
    (Diese Frage stellen wir ja auch in sehr vielen anderen Fällen, warum als nicht bei den Billigheimern?)

    oder:

    „Wodurch genau entsteht hier ein Wert?“
    („Dadurch das Sie mir Geld geben“, ist die Antwort von Schnorrern -auch wenn diese Nadelstreifen tragen-)

    oder:

    „Wodurch ist die Einsparung präzise möglich?“
    (In 90 von 100 Fällen geht die Einsparung zu Lasten der umgebenen Gesellschaft)

    Es ist eine Geisteshaltung die früher auch in der BRD normal und mittlerweile fast schon zum Krankheitsbild erklärt wird. Allein das gewünschte allgesellschaftlich akzeptierte Hinterfragen, hätte unserer Gesellschaft einiges erspart, bzw. könnte uns vor dem ganz großen Zusammenbruch bewahren.

    Wer einmal verinnerlicht hat das das Ergebnis aus der Addition von 2 und 2 immer, ausschließlich 4 ist, der wird sich nur sehr schwer von etwas anderem überzeugen lassen. So betrachtet existiert ein wirtschaftlich denkender Mensch sehr wohl, aber er ist darin sehr anspruchsvoll…

  7. Thomas sagt:

    @ Michael Kostic: Den „homo oeconomicus“ gibt es nicht. Er ist ein Modell um in Wirtschaftsmodellen sowas wie den Menschen einfließen zu lassen. Auch wenn allen Menschen ökonomische Zusammenhänge nahegebracht würden, würde ein freie Markt am Ende darin münden wie von tirstoff beschrieben. Denn genauso wie die Menschen unteschiedlich stark im Lesen, Schreiben und Rechnen sind werden sie ökonomische Zusammenhänge unterschiedlich wahrnehmen, auch und gerade weil nicht jedem jederzeit alle Information zu einer anstehenden Entscheidung zur Verfügung stehen. Es ist also durchaus sinnvoll, wenn der Staat in gewissem Maß in dem Markt eigreift und ihn sozial, also für das Groß der Bevölkerung gerecht gestaltet.

  8. Michael Kostic sagt:

    @Der Chef:

    Ja das Problem mit der Propaganda ist recht alt. Das gibt es ja schon sehr lange. Dummer Weise bleibt aber das Problem, dass die Mitarbeiter von Unternehmen durch die gegebene Struktur wie Unternehmenskultur nahezu gänzlich von der Entscheidungsfindung entkoppelt sind. Oft wird mit Spezialisierung argumentiert und gerechtfertigt was in Summe katastrophale Folgen hat.

    Immerhin ist doch das o.g. Problem Resultat eben dieser Entwicklung. Würden die Mitarbeiter stärker in die Unternehmensentwicklung involviert sein (zur Not auch zwangsweise), würde sich doch kaum Jemand für die wenigen Großkonzerne in dieser Art und Weise interessieren. Und wo kein Interesse herrscht, gibt es auch keine Geschichten, ohne Geschichten keine Berichterstattung…

    Es ist und bleibt eben ein Problem das grundsätzlich an der Wurzel gelöst werden müsste.

    Ökonomie ist ein Spiel für die ganze Gesellschaft 😉

  9. Der Chef sagt:

    @Michael: Solange es Menschen gibt, die bereit sind, anderen Menschen für Ihre Arbeit schier unglaubliche Löhne in Millionenhöhe zu zahlen (Egal ob Formel1, Fußball, Manager, CEOs oder was auch immer) solange wird sich kaum was ändern.

    Aber (!) das ist ja eigentlich nur ein kleiner Teil der Wirtschaft in diesem Land, nämlich die Großindustrie. Im Mittelstand und in kleinen Unternehmen, die die Mehrheit ausmachen, sieht die Welt ziemlich anders aus.

    Und diese Bevölkerungsgruppen werden von der Politik ignoriert, weil sie zu verzweigt sind um eine so starke Lobby wie z.B. die Autoindustrie zu haben.

    Und es klingt einfach schöner 50.000 (wieviel auch immmer) OPELianer zu retten als ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern.

  10. Michael Kostic sagt:

    @Der Chef:

    Ein sehr markantes Problem an der Wurzel ist der Umstand das Unternehmen, im Gegensatz zum hiesigen politischen Modell, nicht demokratisch organisiert sind. Man mag ja von unserer Demokratie halten was man will, will man Veränderungen bewirken die Massentauglich sind, ermöglicht (wenn nicht befördert) dies diese.

    Wie soll dieses Problem gelöst werden? Nicht alle Menschen sind so weise wie z.B. Herr Frank W. Hein mit seiner Firma die Pustefix produziert. Weisheit kann man ja auch nicht befehlen oder durch Tests ermitteln.

    Und wie dann?

  11. Michael Kostic sagt:

    @tirstoff:

    Der absolut frei Markt an und für sich ist tatsächlich nicht das Problem. Ebenso wenig wie Straßen, Schilder und Ampeln, für sich betrachtet, Tote u./o. Verletzte produzieren. Die Art des Umgangs bzw. der grundlegenden Rahmenbedingungen machen den Unterschied. Würde z.B. allen Bürgern dir Grundlagen der Ökonomie, ebenso wie Lesen und Schreiben vermittelt, hätte es die aktuelle Katastrophe wohl kaum gegeben. Auch die sog. dotcom Blase wäre nicht entstanden, weil die Mehrheit der Investoren die dort tätigen Protagonisten sofort gefragt hätte wie bzw. wodurch denn tatsächlich Erträge generiert werden sollen.

  12. Der Chef sagt:

    Tja, egal wie man es dreht und wendet – so kann es, und da sind wir uns offenbar einig, nicht weitergehen.

    Ich finde, eines der größten Probleme der letzten Jahre sind die Klein-Klein-Lösungen und die Faulen Kompromisse.

    Egal in welchem politischen Bereich, es hat kaum einer den Mut mal ein Problem wirklich anzupacken, wirklich mal an der wurzel zu beginnen und was neues zu schaffen…

    Es wird nur, auf dem aller-aller-aller-kleinsten Nenner an den Symptomen herumgedoktort.

    Gründe dafür sind vielfältig. Zu starke Lobbies, zu schwache Politiker die von den Firmen hinter den Lobbyisten abhängig sind, zu viele Wahlen, Angst vor der Abwahl und vieles mehr….

    Mehr Mut in der Politik wäre schön – aber da sehe ich momentan keine Partei, die die Kraft hat, wirklich was NEUES zu schaffen…

  13. tirstoff sagt:

    Auch mir macht die freie Marktwirtschaft (die ja eigentlich mal eine soziale war) in der heutigen Lage viel mehr Angst als ein die Wirtschaft ein klein wenig regulierender Staat. (Ganz anders sehe ich das beim Thema Vorratsdatenspeicherung etc.)
    In der Tat wurden die wirtschaftlichen Kontrollinstanzen des Staates in den letzten Jahren/Jahrzehnten immer weiter abgebaut, bis kaum etwas davon uebrigblieb. Und ein Markt, der komplett frei ist, wird nun mal die Geld- und damit Machtmittel immer mehr in die Haende einiger weniger erfolgreicher geben, die dann eben dieses Geld und diese Macht dazu nutzen, um sie zu erhalten.
    Der Zug, dass der Staat einfach ein paar Gesetze erlassen kann, um die (Finanz-)wirtschaft wieder mehr zu kontrollieren, ist laengst abgefahren. Da brauchen sich die FDP-Fuzzis keine Sorgen zu machen.
    Und genauso ist es ja auch: Die kleinen Schraeubchen, an denen jetzt gedreht werden soll, sind schoen so ausgewaehlt, dass sie oeffentlichkeitswirksam sind, also vielleicht aufgrund der grossen oeffentlichen Empoerung ueber zu hoch bezahlte Manager ein paar Waehlerstimmen bringen. Aber sie entlocken mir kaum mehr als ein muedes Laecheln, weil sie eben nur winzige Schraeubchen sind, mit denen mal wieder an den Symptomen herumgedoktort wird, anstatt an den Ursachen anzusetzen.
    Und solange dann auch gleich wieder alle sogenannten Liberalen (wie erwartet) aufschreien, dann haben wir ja eine politische Diskussion und echte Demokratie.
    Wenn das man so einfach waere…
    Faktisch hat die ominoese „Wirtschaft“ schon viele Jahre das Sagen ueber die Wirtschaftspolitik. Und, um das zu bewerkstelligen, ebenso das Sagen ueber grosse Teile der Presse und sonstigen Informationskanaele. Das ist nicht erst seit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft so, auch wenn ich immer wieder entsetzt darueber bin, wie wenig Menschen von letzterer oder aehnlichem wissen.
    Wer wirklich eine freie demokratische Presse, freie Informationskanaele und damit auch eine freie demokratische Meinungsbildung haben moechte, sollte sich beizeiten Gedanken darueber machen, wie man einige wenige, die dummerweise viel Geld und Macht besitzen, unfreiheitlich so einschraenken kann, dass wieder ein Gleichgewicht zwischen deren und alternativen Meinungen (soll es tatsaechlich noch geben) in der Oeffentlichkeit herrscht. Zu bemerken ist hier noch, dass vieles, was als Faktum praesentiert wird, in Wirklichkeit verschleierte Meinung ist (eine alte, aber gefaehrliche PR Taktik).
    Aber es erfordert schon etwas mehr, als Managergehaelter zu kontrollieren…

  14. Thomas sagt:

    „Aber, weniger Freiheit ist nicht mehr Sicherheit. Und ein Staat, dessen einzige wirtschaftliche Kompetenz seit Jahrzehnten das Schuldenmachen ist, ist vielleicht nicht der beste Berater. „

    Aber hat nicht gerade der Staat in den letzten Jahren genau das getan, was ihm die Berater aus der Wirtschaft eingeflüßter haben? Immer weniger Steuern für die Wirtschaft, immer weniger regulierung der Finanzmärkte…
    Und was dabei herauskommt sehen wir jetzt. Dabei gab es sicher genug kompetente Wirtschaftwissenschaftler und auch Politiker, die vor genau dem, was jetzt passiert ist gewarnt haben.
    Aber das wollte ja niemand hören, weil es ja alles so gut lief.
    Jetzt mit genau den gleichen Mittel und immer weniger Staat weitermachen wäre genau das, was wir nicht brauchen.
    Warum habt Ihr Liberalen eigentlich soviel Angst vor „dem Staat“? Mir macht ein wildgewordener Markt viel mehr Angst.

  15. Michael Kostic sagt:

    Es wird sich genau daraus eine starke Gegenbewegung herausbilden. All die Menschen die diese Form der Einmischung nicht mehr hinnehmen wollen, werden sich zu selbstbestimmten Gruppen und Organisationen zusammenschließen. Schlussendlich geht es auch nicht anders. Jeder hat seine Last zu tragen, Spezialisierung hin oder her, kann man sich der Beteiligung an der Entscheidungsfindung nicht dauerhaft ungestraft verweigern. So ist das 😉

  16. Der Chef sagt:

    „Man kann sich die Menschen, wahrschienlich speziell die Deutschen, so manipulieren wie man will.“

    Ja, dank Bild, Reality-Soaps und all dem anderen Veblödungsfernsehen, nicht mehr objektiven Berichterstattungen allerorts ist das offenbar wirklich ein Kinderspiel geworden.

    Man ruft nur einmal „Kinderpornographie“ und schon hat man einen Freifahrtschein für alles, egal wie sinnlos es ist oder wieviele Rechte von den Millionen Unschuldigen damit beschnitten werden…

  17. Anonymous sagt:

    Für mich geht es eher um den Schutz der Arbeiter.
    Ganz offen erhöhen Manager ihre üppigen Gehälter und genehmigen sich unverschämte Bonuszahlungen oder Abfindungen. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter (also die, die das Geld erwirtschaften) mit 4% abgespeist oder verlieren ihre Arbeitsstellen. Teilweise auch, weil ihre überbezahlten Manager Fehler gemacht haben. Und trotzdem bedienen diese sich weiter (s.o.).
    Um diese Schere zwischen arm und reich möglichst klein zu halten versucht da die Politik die große Mehrheit der Bevölkerung zu schützen. Wenn man den Arbeitgeber und ihrer freidemokratische Lobby da nicht genau auf die Finger schaut bekommt bald jeder zweite Arbeiter noch zusätzlich Hartz4. Obwohl diese Kreise das ja auch abschaffen wollen, jeder soll ja für sich selber verantwortlich sein…
    Gruß,
    Stephan

  18. Freier Denker sagt:

    Sozialismus 2.0 – Gut, ganz so krass ist es vielleicht nicht, aber man merkt doch, dass die Bundesregierung die Krise dazu nutzt um in der freien Wirtschaft vermehrt zu intervenieren und vor allem was den Datenverkehr angeht.

    Stichwort: Klimawandel. Das Potsdamer Institut für Klimaforschung, welches seine gesamten Mittel von der Bundesregierung erhält und als ThinkTank bei Umweltfragen Zugang zu Sigmar Gabriel hat, sagt, dass Deutschland enorm von der Klimakatastrophe betroffen sein wird. Kaum wurde die „Studie“ veröffentlicht, berichteten alle Sender und kein einziger sagte, dass diese Studie sehr biblisch war, nämlich in der HInsicht, dass diese Temperaturen schon vor Millionen von Jahren auf der Erde herrschten und die Erde lebt immer noch.

    Man kann sich die Menschen, wahrschienlich speziell die Deutschen, so manipulieren wie man will.