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Jan 18

Vermutlich hat alles seinen Sinn, vielleicht auch seine Richtigkeit – aber das bedeutet ja nicht, das es für jeden verständlich sein muss.

Lt. Leine Zeitung vom 17.01. kann der Rat der Stadt Wunstorf in der kommenden Woche einen ausgeglichenen Haushalt verabschieden. Das ist eine gute Nachricht. Erkauft durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer sei es sogar möglich 266.000€ Rücklagen zu bilden.

Und dank dieses tollen Haushaltes müssen nur 900.000€ neue Schulden aufgenommen werden…

Moment, ich dachte, der Haushalt sei ausgeglichen, es würden Rücklagen gebildet? Wie kann das stimmen, wenn gleichzeitig fast eine Million Euro an neuen Schulden aufgenommen wird?

Verstehe nur ich das nicht?

Jan 04

Zugenommen oder abgenommen?
Hm, ist im Jahresschnitt etwa gleichgeblieben. Vielleicht 500g mehr als im Jahr davor.

Haare länger oder kürzer?
Der Schnitt 2011 ist eindeutig wieder kürzer als der 2010. Wobei der Trend in Richtung Glatze leider nicht halt machen will.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gerade Sehtest gemacht. zu 100% wie im Vorjahr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Viel (!) mehr. Seufz.

Der hirnrissigste Plan?
Kommunalpolitiker werden?

Die gefährlichste Unternehmung?
Im Fiat Cinquecento meiner Ex-Frau mitzufahren. Todesängste…

Der beste Sex?
Ja.

Die teuerste Anschaffung?
Gilt ein neues Badezimmer als Anschaffung? Wenn nicht, dann war es das iPad.

Das leckerste Essen?
Weihnachtsessen am 1. Weihnachtstag. Ente mit selbstgemachten Semmelknödeln, Kroketten und Rotkohl.

Das beeindruckenste Buch?
Habe die komplette Eragon-Serie dieses Jahr gelesen. Sehr geil.

Der ergreifendste Film?
Die Tür fand ich ziemlich genial. Ansonsten war Ip Man für mich mein Film des Jahres.

Die beste CD?
Imaginaerum von Nightwish.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeit, Baby und Politik.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Baby, Sohn und Frau

Vorherrschendes Gefühl 2010?
Enttäuschung, Langeweile, Glück. Passt nicht wirklich zusammen, ist aber so.

2011 zum ersten Mal getan?
Kroketten selber gemacht. Einen Toyota probegefahren.

2011 nach langer Zeit wieder getan?
Urlaub außerhalb von Deutschland verbracht

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Tod
Kommunalwahl
FDP Mitgliedschaft

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das ich ein iPad brauche

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Keine Ahnung. Das muss derjenige selber wissen

2011 war mit einem Satz?
Anders. Politisch nicht der Erfolg, den ich mir erhofft habe. Privat eines der schönsten Jahre seit langem.

Okt 12

Heute morgen habe ich in der HAZ gelesen, dass die Buchverlage ganz heiß darauf sind, endlich mit E-Books Geld zu machen aber dabei große Angst vor den bösen Raubkopierern haben, die derzeit noch über 60% aller Downloads ausmachen sollen. Immerhin wirft man keine wilden Zahlen von wirtschaftlichen Schäden vor sich hin.

Gestern hat mich eine Kollegin gefragt, was ich von E-Book-Readern halte und welchen ich empfehlen würde.

Tja, das ist nicht so einfach. Denn die Verlage machen momentan genau die Fehler, die auch die Musikindustrie zu Anfang dieses Jahrtausends gemacht hat. Sie gängelt Ihre Kunden durch geschlossene Systeme, DRM, Kopierschutzmaßnahmen und völlig überteuerte Preise.

Ein kleiner Blick zur Musikindustrie würde reichen um zu sehen, dass erst mit der Abschaffung von DRM der Durchbruch von legalen Download-Portalen geschafft wurde.

Denn heute ein E-Book zu kaufen bedeutet, sich in der Regel vorher auf einen oder zwei Anbieter festzulegen. Es bedeutet, die gekauften Bücher nicht wieder weiter verkaufen zu können. Es bedeutet die gekauften Bücher nicht verleihen zu können. Ja, manchmal ist nicht einmal eine Sicherungskopie möglich. Die neue Steve-Jobs Biographie zum Beispiel kostet bei Amazon gebunden 24,99€. Als E-Book immerhin noch 19,99€. Für die oben genannten Nachteile ist das doch ein geringes Trostpflaster – wo sich die Verlage doch immerhin Druck, Papier, Transport und Personal sparen können.

Da ist es kaum verwunderlich, dass es bis zum endgültigen Durchbruch noch ein weiter Weg ist und sich viele User einfach die Bücher illegal als pdf-Dokument runterladen. Das können Sie kopieren, auf allen Rechnern und Tablets konsumieren, verleihen, sichern und am Ende wieder löschen oder archivieren.

Okt 04

An diesem Wochenende war es wieder einmal soweit: Tausende von Tages- und Wochenendgästen strömten, bevorzugt mit dem eigenen Auto, nach Steinhude. Die Campingplätze füllten sich bereits am Freitag Mittag und nur 24h später war zumindest eines wieder einmal knapp im Ort: Parkplätze. Der einzige Großparkplatz, direkt am Meer war bereits nach wenigen Stunden völlig überfüllt, so dass die unzähligen Besucher sind durch die Nebenstraßen wälzten und jede noch so kleine Lücke als Parkplatz zu nutzen wussten.

So werden aus eigentlich zweispurigen Straßen  einspurige, bei denen jeder Fahrer nur hoffen kann, dass ihm kein SUV oder vielleicht sogar ein Bus entgegen kommen möge. Kreuzungen werden komplett zugeparkt, locker mal einen halben Meter oder Meter zu weit in die Fahrbahn.

Dazwischen kämpfen die Parkplatz-Suchenden mit Fahrradfahrern und Straßen überquerenden Fußgängern um die letzten Meter freier Fahrt auf der Fahrbahn und es grenzt an ein Wunder, dass es hier nicht häufiger zu Unfällen kommt. Nein, das ist kein Einzelfall, kein Ausnahmezustand, das ist die ständige Realität an Wochenenden mit schönem Wetter oder interessanten Veranstaltungen in Steinhude.

Es gibt zu wenige Parkplätze in Meernähe. Die Menschen kommen nach Steinhude um ans Meer zu gehen. Von daher helfen keine Parkplätze die drei, vier  oder fünf  Kiliometer entfernt liegen. Diese werden nicht oder zu wenig genutzt.

Es gibt keinen Park & Ride Service, der öffentliche Nahverkehr ist völlig unflexibel und überlastet.  Zu manchen Stunden fahren am Wochenende gar keine Busse von Wunstorf nach Steinhude, in guten Zeiten maximal ein bis zwei Wagen. Natürlich keine Gelenkbusse, so dass oftmals schon in Klein Heidorn wegen Platznot niemand mehr zusteigen kann.

Falschparker werden nicht oder nur selten bestraft. Es kann nicht sein, dass verkehrsgefährdendes Parken nicht bestraft wird. Parkzeiten werden überschritten und Parkverbote  ignoriert. Kontrollen werden nur sehr selten durchgeführt.

Es fehlt offenbar der Wille in der Politik hier ein tragfähiges Konzept auf die Beine zu stellen. Nur eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen bringt meines Erachtens Erfolg: Die Ausweisung neuer Parkfläche in Meernähe, ein flexibles Park & Ride System sowie die Ausweitung von Wochenend-Halteverboten mit strengeren Kontrollen.  Eine Kombination dieser Maßnahmen würde den Verkehr, die Anwohner, die Touristen und auch die Umwelt in Steinhude deutlich entlasten.

In den letzten Jahren hat die Politik dieses Thema komplett verschlafen, wie lange müssen wir noch warten bis sich etwas bewegt?

Sep 12

Die Kommunalwahl ist gelaufen. Und damit auch die erste Wahl, bei der ich aktiv als Kandidat mitgemacht habe. Und wie seit gestern Abend bekannt ist, ist das Ergebnis nicht ganz so, wie ich es mir doch (zumindest heimlich) erhofft habe. Es ist sogar um einiges schlimmer als befürchtet – und ich werde, zumindest in den kommenden fünf Jahren, die kommunale Politik Wunstorfs nicht aktiv mitbestimmen.

Das lässt sich nicht ändern, nicht schönreden aber auch jammern und klagen hilft nicht weiter. Es hilft nicht weiter zu sagen, dass der bundesweite Trend – die grüne Welle, auch vor Wunstorf nicht halt gemacht hat. Es hilft nicht, wenn wir uns über „die aus Berlin“ beschweren – zumindest kurzfristig nicht. Es hilft auch nicht, sich über 29% Wahlbeteiligung in Steinhude zu beschweren (die 71% sollten sich ernsthaft schämen). Es hilft nicht zu lamentieren, zu meckern oder zu weinen. Aber was hilft dann?

Es fühlt sich an, wie eine verflossene Liebe, wie eine gescheiterte Beziehung. Und ich frage mich, wie kann es jetzt weitergehen? Erst einmal Kopf in den Sand stecken und gar nichts machen oder wilder Aktionismus um überhaupt etwas zu tun? Die Wahrheit liegt vermutlich, wie so oft, irgendwo dazwischen.

Egal, was wir tun, wir (die FDP) werden auch die kommenden Wahlen verlieren. Die Landtagswahl in Niedersachsen, und ich gehe auch davon aus, dass wir 2013 Rot-Grün wieder im Bund haben werden. Westerwelle wird auf kurz oder lang zurücktreten und auch Rösler wird hoffentlich erkennen, dass er andere Qualitäten hat als die eines Parteivorsitzenden. Und wenn dann in einigen Jahren ein paar fähige Junge Menschen auf diese Posten nachrücken, und die FDP sich wieder auf liberale, freiheitliche Werte besinnt, dann werden die Wähler uns auch wieder Ihr Vertrauen schenken. Insbesondere dann wenn sie erkennen, dass auch die Grünen hier nicht das Paradies auf Erden schaffen werden.

Ich denke also, es heißt abwarten. Und in der Zeit müssen wir auch vor Ort die Weichen stellen – um junge Menschen wieder für Politik zu begeistern, um neue Mitglieder zu gewinnen, um den Bürgern vor Ort zu zeigen, warum es wichtig ist, Liberale in Ihren Parlamenten und Räten zu haben.

Es geht darum, wirklich neue Konzepte zu entwickeln, bestehendes in Frage zu stellen und Trends und Stimmungen nicht hinterher zu laufen sondern selber welche zu erschaffen. Und genau dafür werde ich meine Kraft in den kommenden Jahren einsetzen .

Abschließend möchte ich noch allen danken, die mir gestern Ihre Stimmen gegeben haben. Sehr gefreut habe ich mich über die vielen Stimmen zur Wahl der Regionsversammlung. Damit habe ich absolut nicht gerechnet. Vielen Dank.

 

Sep 06

Fünf Jahre sind vergangen seit ich der FDP beigetreten bin. Aus einem lange andauernden Bedürfnis heraus, etwas zu ändern anstelle immer nur zu lamentieren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und trotz der aktuellen Situation denke ich immer noch, dass die FDP die richtige Partei für mich ist. Nur leider nicht mit dem aktuellen Personal….

Die führenden Politiker, ja auch Herr Rösler, haben schon jetzt jeden Bezug zur Realität, jeden Bezug zur Bevölkerung verloren. Selbst Klientel, die man mit seiner Klientel-Politik beglücken wollte, wendet sich stöhnend ab. Vom ersten Tag der Regierungsübernahme an wurde so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte: Westerwelle als Außenminister, Niebel als Entwicklungsminister (ein Amt welches er eigentlich abschaffen wollte), neue Staatsminister, Steuersenkungen für Hoteliers, Umfallen bei den Anti-Terror-Gesetzen, Lybien, die ewige Litanei von den Steuersenkungen und so weiter und so fort.

Aber das Wahlvieh ist nicht so blöd, wie man in Berlin hofft und straft die Herren nun Wahl um Wahl ab. Das ist bitter, weil zumeist Landes- und Kommunalpolitiker darunter leiden müssen, die mit der Bundespolitik im Grunde nur wenig zu tun haben. Aber es weckt, wenn auch nur langsam, die Spitze Monat um Monat ein wenig mehr auf.

Die FDP-Spitze und auch das Team um Philip Rösler haben jedes Vertrauen verspielt. Niemand nimmt mehr Ernst, was die Herren sagen, nur noch Spott um Häme sind zu vernehmen. Presse und die anderen Parteien weiden das verwundete Tier FDP genüßlich aus.

Vielleicht ist das gut so. Denn nur in einen leeren Schrank passen neue Kleider. Es wird Zeit zu erkennen, dass es nicht weitergehen kann, nur mit neuen Phrasen und Beteuerungen, dass alles besser wird. Wollen wir warten, bis die FDP auch aus dem Bundestag fliegt? Wir werden sehen.

Und am kommenden Wochenende wird in Niedersachsen gewählt. Und die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Hoffnung, dass die Wähler erkennen, dass sie nicht eine Partei, sondern wirklich Menschen wählen. Menschen die auch Nachbarn und Freunde sind und sich aus Überzeugung um die Kommunalpolitik kümmern. Es wäre eine Schande, dass zu bestrafen, nur weil im fernen Berlin keine Politik für die Bürger mehr gemacht wird.

In diesem Jahr trete ich auch zum ersten Mal für ein politisches Amt an. Ich bin aufgeregt. Die aktuelle Situation der FDP macht es da nicht leichter. Am Sonntag Abend werde ich wissen, ob ich den kommenden fünf Jahren endlich an vorderster Front mitarbeiten darf oder weiter nur ein Zuschauer in der ersten Reihe bleibe.

Das sind so die Momente, wo ich merke, wie lang doch fünf Jahre sein können. Ich bin jetzt 37, mein Kleinster 3 Monate und der große 7 Jahre alt. In fünf Jahren sind wir 42, 5 und 12 Jahre. Dann wird die Welt für uns alle ganz anders aussehen. Aber egal ob ich mit mische oder nicht, die Welt dreht sich weiter, Wunstorf wird sich weiter entwickeln und die Politik auch ohne mich weiter machen können – so wie bisher.

Ich drücke hiermit allen Kandidaten die Daumen, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen und zittere weiter dem Sonntag entgegen.

Aug 22

Leine Zeitung vom 20.08.2011

Der Einwohnerantrag gegen die Ansiedlung des Discounters in der “Stadtmitte” von Steinhude ist unzulässig. Über 500 gültige Unterschriften fehlen. Das ist eigentlich eine Steilvorlage für hämische Kommentare und durchaus auch eine Bestätigung derer, die schon seit langem sagen, dass die Unterschriften “aggressiv” und von jedem der nicht bei drei auf dem Baum war, eingesammelt wurden.

Aber damit würde man es sich wohl zu leicht machen. Immerhin sind es noch knapp 1000 Menschen, die aus den verschiedensten Gründen den Antrag/Aufruf unterschrieben haben. Wie viele davon aus Steinhude kommen und/oder wirklich direkt oder indirekt von der Ansiedlung betroffen wären, das ist leider nicht erkennbar. Unabhängig davon wurde, aus meiner Sicht, von Anfang an sehr offen mit dem Thema umgegangen, jeder wurde angehört und viele Änderungen an den ursprünglichen Planungen vorgenommen.

Sowohl im Einwohnerantrag als auch in den letzten Einwendungen der Initiative sind leider keine neuen Argumente hinzu gekommen. Sowohl die Befürchtungen des Übermaß nehmenden Schwerlastverkehres als auch die Verschandelung des Ortskernes konnten im Grunde ausgeräumt werden. Im Grunde ist der Stand also derselbe wie zuletzt im Mai, als Ortsrat und Bauauschuss mehrheitlich für die Ansiedlung gestimmt haben. Auch die Werbegemeinschaft Steinhude unterstützt die Ansiedlung ausdrücklich, ebenso unser Bürgermeister.

Ich hoffe, dass nun endlich Ruhe an dieser Front einkehren wird und der Markt gebaut werden kann. Ich denke, dass alle Steinhuder von den beiden anzusiedelnden Märkten profitieren werden. Jung wie alt, Anwohner wie Feriengast. Mehr Mitbewerber vor Ort schaden selten und vielleicht treffen wir uns ja schon bald beim Einkaufen.

Aug 18

Leine Zeitung vom 18.08.2011

Aug 16

Nach knapp 4h in strömendem Regen (fairerweise hat es danach aufgehört zu regnen) haben wir unsere Wahlplakate in und um Wunstorf aufgehängt. Jetzt noch bei Gelegenheit die Postkarten verteilen, noch ein paar Flyer und dann immer Samstags die allseits beliebten Wahlstände in der Stadt.

Meine Frau sagt, mein Engagement für diese Wahl habe inzwischen fast den gleichen Nerv-Faktor, wie die Sammel-und Präsentierlust meines Sohnes mit seinen Star Wars-Karten. Oh je…

Aug 10

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