Kunstrasen statt Mittagessen?

Das war schon etwas überraschend, gestern im Finanzausschuss. Es ging um den Haushalt 2017 und die CDU brachte noch ein paar Wünsche ein: unter anderem einen Kunstrasenplatz für Luthe oder auch einen barrierefreien Zugang zur Mehrzweckhalle in Großenheidorn. Beides durchaus vielleicht sinnvolle Ideen im Wert von etwa 500.000€ bzw. 20.000€. Darüber werden wir noch reden, aber das sind grundsätzlich ja gute Investitionen.

Einen Satz später lehnte Frau Schweer dann kategorisch ab, die Wunstorfer Tafel im kommenden Jahr noch einmal mit 6.000€ zu bezuschussen. Begründung „Wehret den Anfängen, sonst gewöhnen die sich noch daran“. 

Wie gut dass ich saß, sonst hätte es mich aus den Latschen gehauen. Ich kenne den Antrag der Tafel – Hintergrund sind notwendige Investitionen in den Bereichen Mobilität, Hygiene und Kühlung, ohne die die Funktionsfähigkeit der Wunstorfer Tafel in Frage gestellt würde. Es handelt sich um einen weiteren „einmaligen“ Zuschuss, da die Investitionen dringend und aus unserer Sicht in der Sache notwendig sind.

Hier jetzt an 6.000€ sparen zu wollen finde ich unverantwortlich und in Anbetracht der anderen Investitionswünsche schon frech.

Nachdem ich jetzt eine Nacht darüber geschlafen habe, habe ich mir ein Beitrittsformular der Wunstorfer Tafel runtergeladen und ausgefüllt und bin dann auch Mitglied und unterstütze den Verein damit auch persönlich und aktiv.

Wir können als lokale Ratspolitiker wenig gegen Armut und Hunger in Deutschland tun, aber jeder einzelne von uns ist in der Lage etwas zu bewegen – und plötzlich wird aus wenig ganz viel…

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2 Kommentare

  1. Lemasian sagt:

    Wer hat uns verraten, Christdemokraten!

  2. tirstoff sagt:

    Wie gut, dass nicht Frau Schweer diese Entscheidung faellen durfte…

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