Archiv für Verkehr

Rot-Grüne Verkehrsverhinderungspolitik

Wer einen Ausblick darauf haben möchte, was Rot-Grüne Verkehrsverhinderungspolitik wirklich bedeutet, der sollte einen Blick nach Klein Heidorn werfen. Hier wird gerade eine Bushaltestelle umgebaut. Auf der einen Seite praktisch, weil der Bordstein erhöht wird, und der Einstieg in die Busse damit barrierefreier wird. Das ist gut.

Auf der anderen Seite wird die Bushaltestelle weit in die Straße gezogen. Das ist weniger gut. Einziger Sinn dieser Maßnahme scheint es zu sein, den Verkehr am Überholen zu hindern. Auch anderenorts werden Bus-Haltebuchten zurückgebaut und weiter in die Straßenmitte verlegt.

Das führt zu mehr stockendem Verkehr und damit auch einer stärkeren Umweltbelastung und vermutlich riskanteren Überholmanövern an Bushaltestellen. So kann man Tempo 30 natürlich auch irgendwie indirekt umsetzen.

GM gibt Opel wohl doch nicht her

opel_10Was haben Sie nicht alle gekämpft. Sich die Nächte um die Ohren geschlagen, Verhandlungen geführt, Gelder in Milliardenhöhe (Staatskredite in Höhe von etwa 1.5 Milliarden Euro) locker gemacht oder für die Zukunft versprochen. Sie haben sich mit der EU angelegt um deutsche Arbeitsplätze zu retten. Sie haben sich mit den Russen verbündet, mit den Österreicher und geredet und geredet.

Sie haben gehofft im Wahlkampf 2009 mit diesen Taten und Worten punkten zu können – und sie haben sich geirrt – insbesondere die Strategen der SPD. Sogar ein 10-Punkte-Programm für die Rettung von Opel hatte Herr Steinmeier entwickelt. Noch im März plädierte er für einen Einstieg des Staates bei der nicht mehr ganz so solventen GM-Tochter.

Und für viele zeichnete sich ab, dass Opel, zumindest bis zum 27.September auf jeden Fall gerettet würde. Und seitdem hat man auch nicht mehr viel davon gehört.
Und jetzt der Paukenschlag. GM hat sie alle verarscht. Man hat Kredite bekommen um die schlimmste Zeit zu überstehen und alle so lange hingehalten, bis man selbst wieder auf den eigenen wackeligen Beinen steht und die Geldkuh Opel wieder weiter melken kann.

Also war das alles nur viel Lärm um nichts?

Die SPD/CDU-Regierung hat sich jedenfalls dabei nicht mit Ruhm bekleckert sondern wilden Populismus geführt und nun können wir nur hoffen, dass die aufgewendeten Milliarden auch wieder an den Staat zurückfließen. Sonst hat unsere Regierung wieder ein Argument mehr, warum kein Geld für Bildung, Familien, Sicherheit und Co mehr da ist.

Soviel zum Thema Opel…

Bild: Wikipedia

Bild: Wikipedia

„Opel ohne GM wäre ein florierendes Unternehmen.“ Schreibt die Autobild. Und genau das verkauft uns die Bundesregierung ja auch seit Wochen. Aktuellen Zahlen zufolge (ftd.de) ist genau das Gegenteil der Fall.

Das zeigte sich jetzt sehr deutlich nach einer kleinen Anfrage des FDP-Fraktion im deutschen Bundestag. Opel schreibt wohl seit 6 Jahren durchgehend Verluste – der Marktanteil in Deutschland ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Von 13,7% im Jahr 1999 bis auf 8,4% im Jahr 2008. Die Verluste zwischen 2003 und 2007 summieren sich auf über 1,8 Milliarden Euro.

Da ist also ein chronisch notleidendes Unternehmen mit einem großen Namen – kurz vor den Bundestagswahlen 2009. Und ohne ein Wort über die oben genannten Zahlen zu verlieren, die der Regierung offenbar seit langem bekannt waren, wird hier seit Wochen Wahlkampf betrieben. Und zwar nichts anderes

Ist ein Unternehmen, welches seit 6 Jahren keinen Gewinn mehr eingefahren hat, wirklich Wert gerettet zu werden? Wäre eine Insolvenz nicht vielleicht wirklich die bessere Wahl gewesen?

Und schon wieder fällt mir der Name Holzmann ein.

Wieso lassen wir uns das eigentlich gefallen? Wir lassen uns mit offenbar falschen oder fehlenden Zahlen von unseren Politikern an der Nase herumführen (Arbeitslosen-Statistiken, Haushalt, Zensursula, Opel, Wahlrecht,…) und selbst bei offensichtlichen Lügen erfolgt kein Aufschrei in unserem Land.

Wie lange noch, frage ich mich!

Heute morgen im Radio

Die, kurz vorm Ruin stehenden, amerikanischen Autobauer bekommen vermutlich Kredite vom Staat um die Insolvenz abzuwenden. Es sei mal dahin gestellt, ob das die richtige Entscheidung ist, aber es hängen viele Arbeitsplätze und viel Geld daran, sogar in Deutschland – siehe Opel. 

Aber ist das jetzt wirklich ein Grund für die deutsche Autoindustrie laut aufzuschreien wegen Wettbewerbsverzerrung und auch Millionen von unserem Staat, d.h. von uns Steuerzahlern zu fordern? Seit Jahren werden Rekordergebnisse eingefahren und weil es jetzt mal ein paar Wochen/Monate nicht läuft, will man gleich Subventionen bekommen?
Ich finde, das ist eine Frechheit.

Realitätsfremd

Heute schreibt die HAZ von neuen Preiserhöhung bei den lokalen Verkehrsbetrieben, der ÜSTRA: „Der Vorstandschef fühlt sich bestätigt, weil die Fahrgäste die bisherigen Preiserhöhungen akzeptiert hätten“.

Das ist der pure Hohn und eine echte Frechheit. Akzeptiert? Geschluckt, würde ich sagen, passt viel besser. Denn, welche Alternative haben die Nutzer der Öffis denn? Es gibt keine, ausser zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren – wer es sich leisten kann, fährt sowieso Auto. 
Und da wagt der Herr Neiß von „aktzeptieren“ zu sprechen.
*kopfschüttel*

Deutsche Autohersteller jammern in Brüssel

1997 kam der erste Toyota Prius in Japan auf den Markt. Seit 2003 verkauft Honda den Civic IMA (heute Civic Hybrid) – bereits im Jahr 2000 präsentierte Honda den Insight in Deutschland. Seit 2007 gibt es in Amerika den Honda FCX in Kleinserie – ein Brennstoffzellenfahrzeug.

Hybrid-Technologie made in Japan – seit über 10 Jahren. Von deutschen Automobilherstellern lange belächelt – wie auch der Katalysator oder der Dieselpartikel-Filter. Immer wenn es darum geht, Benzin zu sparen oder den Schadstoffausstoß zu reduzieren stehen die deutschen Autohersteller ganz, ganz weit hinten in der Reihe. Und das ist kein Wunder. Denn das würde Ihrer Strategie: „Immer größer – immer schneller – immer teurer“ natürlich komplett entgegensteuern.

BMW X3, X5, X6, Z4, M,…
Audi Q7, Q5, R8, TT, RS4,6, S8, A8,…
Mercedes E, S, CL, M, GLK, SLR,…
VW Touareg, Phaeton, Passat,…
Porsche Carrera, Cyman, 911, Cayenne,…

Luxuslimousinen, für die meisten Deutschen absolut unbezahlbar, ökologisch und ökonomisch eigentlich nicht vertretbar. Die deutschen Autos sind in den letzten Jahren immer größer und teurer geworden, sind alles andere als sparsam und unterstützen damit natürlich auch die Öl-Industrie. Das ganze wird noch gefördert von der Bundesregierung mit den Regelungen für Dienstwagen. Das es auch anders geht zeigt übrigens auch hier Toyota, die viele LEXUS-Modelle inzwischen mit Hybrid-Motoren ausstatten. Ich weiß natürlich, dass Hybrid nicht die Lösung all unser Probleme darstellt, aber es senkt den Benzinverbrauch und die japanischen Firmen arbeiten wenigstens in die richtige Richtung.

Und JETZT, jetzt schreien die Deutschen Autobauer in Brüssel um HILFE. Aufgrund der Finanzkrise hätten Sie keine Mittel um moderne, ökologische Antriebe zu entwickeln. 10 Jahre haben die Autobauer in dieser Richtung komplett verschlafen – und jetzt sollen wir, die Steuerzahler, das Wahlvieh diese Fehlentscheidungen bezahlen?

Vermutlich ja, denn die Auto-Lobby ist stark wie nie. Klopft einmal in Brüssel an und schon gibt es Krisengipfel, Lippenbekenntnisse, Vorschläge für (schwachsinnige) Förderprogramme und vieles mehr. Und wir dürfen zahlen.

Was ist eigentlich mit all den anderen Menschen in unserem Land, denen es nicht gut geht. Den vielen Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze, den vielen Millionen Hartz-4-Empfängern, den vielen Millionen Menschen die zwei oder mehr Jobs annehmen müssen um ihre Familie zu ernähren? Ach ja, die haben ja keine Lobby….

Ein paar Zahlen zum Abschluss:
Japans Autohersteller sind punkto umweltfreundliche Antriebe derzeit noch unschlagbar. Sieben der zehn umweltfreundlichsten Modelle kommen von japanischen Erzeugern. Bei den europäischen Marken haben Citroen und Peugeot die Nase vorne,…“, fasst VCÖ-Sprecher Christian Gratzer das Ergebnis der neuen Auto-Umweltliste der deutschen Partnerorganisation des VCÖ, dem VCD, zusammen.

Der Sieger ist der Honda Civic Hybrid, knapp vor dem Toyota Prius Hybrid. Den 3. Platz teilen sich der Citroen C1 1.0, der Peugeot 107 Petit Filou und der Toyota AYGO.(gesamten Artikel lesen)

Öfter mal was neues!

Ölpreis erreicht neuen Rekordwert.

Das überrascht mich jetzt aber. Soll ich jetzt lachen oder weinen?

Ach ja, die Grünen fordern einen Krisengipfel. Um die Nachfrage zu senken! Hö? Naja, wie gesagt „same procedure“. Apropos, sind die „Grünen“ nicht die, die die Ökosteuer auf Benzin eigeführt haben, um die Renten zu sichern? Nur mal so am Rande.

The same procedure….

„Der ADAC hat angesichts der Rekordpreise für Super und Diesel die Bundesregierung zum schnellen Handeln aufgefordert. ADAC-Vizepräsident für Verkehr Klaus Ulrich Becker erklärte unterdessen, dass 90 Cent Steuern je Liter Superbenzin eine staatliche Abzocke sei und dies auch der Wirtschaft…“

blah, blah, blah….. Mal gucken, wann die ersten Politiker wieder anfangen rumzutönen… Aber Symptome bekämpfen anstatt mal ans wirkliche Übel zu gehen ist ja offenbar einer der Leitsätze in diesem unseren Lande.

Urlaubszeit, Zeit für Benzindebatten

 Alle Jahre wieder, solange ich mich zurück erinnern kann, stiegen und steigen, pünktlich zum Ferienbeginn, die Benzinpreise. Ich glaube, so was nennt man auch freie Marktwirtschaft, oder auch das Balance-Spiel zwischen Angebot und Nachfrage. Und, man soll es kaum glauben, zu Ferienbeginn steigt oftmals die Nachfrage, das Angebot bleibt gleich, und so kommt es zu Erhörung der Preise. Eigentlich ganz normal, oder? Aber nicht in Deutschland. Wenn des deutschen liebstes Autofahren teurer wird dann schreien alle laut auf – aber niemand wird wirklich aktiv. Meckern, meckern, meckern, mehr fällt uns allen nicht ein. Aber das ist nicht mein eigentliches Anliegen…

Wenn nun also das Thema Benzinpreise wieder auf den Tisch kommt, denken sich so manche Politiker wohl: „Oh wie toll, endlich mal wieder ein Thema bei dem ich mitreden kann. Endlich was zum profilieren. Endlich mal wieder in die Medien!“. Ja, so scheint es mit.

„Mit zunehmendem Grimm beobachten wir die Preissteigerungen an den Tankstellen“, erklärte der Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler.

Na so was, beobachtet Herr Stiegler auch die Preissteigerungen meiner Mietnebenkosten, meiner Lebensmittel, meiner Urlaubsreisen, meiner Bahnkarten? Ich glaube nicht, denn sonst käme er aus dem lamentieren gar nicht mehr heraus. Natürlich hat Herr Stiegler bei seinen Beobachtungen alle Bürger auf seiner Seite, denn wir alle wollen ja, dass die Preise sinken, vergessen aber, dass die Variable „Angebot“ wohl auch in Zukunft eher geringer wird und die Variable „Nachfrage“ noch höher. Da wird das mit dem günstigeren Sprit wohl eher nichts, oder irre ich mich da?

Wenn ich mich nicht sehr irre, beträgt die Mineralölsteuer auf unverbleites Benzin derzeit etwa 65cent pro Liter und immer noch etwa 47Cent auf Diesel, wobei ich immer noch nicht verstehe, warum diese Rußschleudern namens Diesel günstiger besteuert werden.

Also 65Cent von aktuell ca. 135Cent für den Liter Benzin. Hm, das ist knapp die Hälfte. (Was würden wir wohl sagen, wenn unsere MwSt. knapp 50% betragen würde?). Also der Staat besteuert Benzin mit diesem doch erheblichen Satz und lamentiert dann über hohe Preise! Das nenne ich mal wirklich VERARSCHE. Absolute VERARSCHE. Bitte liebe Politiker, haltet einfach die Klappe zu diesem Thema, oder senkt die Steuer, wenn ihr wollt, dass die Preise fallen. Aber nicht so.

Bei den Gewinnen die da für unseren Staat abfallen, ist es auch kaum verwunderlich, dass so wenig Geld in moderne Energiequellen investiert wird, denn wer drückt schon gerne seinem Goldesel den Atem ab?! So werden wir weiterhin zahlen und bluten, bis das kostbare Öl auf diesem Planeten komplett verbraucht ist, und vielleicht gibt’s bis dahin ja auch eine Alternative, vielleicht auch nicht, dann fahren wir eben wieder Fahrrad oder reiten auf Pferden.

Fahranfänger-Alkoholverbot

„Die Länder verlangen eine deutliche Verschärfung des von der Bundesregierung geplanten Alkoholverbots für Fahranfänger. Das Verbot soll nicht nur in der zweijährigen Probezeit wirksam sein, sondern insgesamt vier Jahre nach Erhalt der ersten Fahrerlaubnis.“ (n-tv.de)

Ich finde das super. Es ist doch wirklich nicht zu viel verlangt, vorm Auto fahren einfach keinen Alkohol zu trinken – das schadet wirklich niemandem.

Ich wäre sogar dafür, bei KFZ-Führerscheinen, wie bei Motorrädern schon lange üblich, während der Probezeit auch PS-Grenzen mit einzuführen. Ich denke, dass Fahranfänger durchaus gut damit bedient sind, zunächst nicht mehr als, sagen wir, 80-90 PS fahren zu dürfen. Damit würden mit Sicherheit einige Gefahren im Verkehr entschärft – und schnell genug voran, kommt man auch mit weniger als 100PS – problemlos.