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Spiegel.de: „Merkel spricht sich gegen zu viel Klimaschutz aus“

Deutsche Autohersteller jammern in Brüssel

1997 kam der erste Toyota Prius in Japan auf den Markt. Seit 2003 verkauft Honda den Civic IMA (heute Civic Hybrid) – bereits im Jahr 2000 präsentierte Honda den Insight in Deutschland. Seit 2007 gibt es in Amerika den Honda FCX in Kleinserie – ein Brennstoffzellenfahrzeug.

Hybrid-Technologie made in Japan – seit über 10 Jahren. Von deutschen Automobilherstellern lange belächelt – wie auch der Katalysator oder der Dieselpartikel-Filter. Immer wenn es darum geht, Benzin zu sparen oder den Schadstoffausstoß zu reduzieren stehen die deutschen Autohersteller ganz, ganz weit hinten in der Reihe. Und das ist kein Wunder. Denn das würde Ihrer Strategie: „Immer größer – immer schneller – immer teurer“ natürlich komplett entgegensteuern.

BMW X3, X5, X6, Z4, M,…
Audi Q7, Q5, R8, TT, RS4,6, S8, A8,…
Mercedes E, S, CL, M, GLK, SLR,…
VW Touareg, Phaeton, Passat,…
Porsche Carrera, Cyman, 911, Cayenne,…

Luxuslimousinen, für die meisten Deutschen absolut unbezahlbar, ökologisch und ökonomisch eigentlich nicht vertretbar. Die deutschen Autos sind in den letzten Jahren immer größer und teurer geworden, sind alles andere als sparsam und unterstützen damit natürlich auch die Öl-Industrie. Das ganze wird noch gefördert von der Bundesregierung mit den Regelungen für Dienstwagen. Das es auch anders geht zeigt übrigens auch hier Toyota, die viele LEXUS-Modelle inzwischen mit Hybrid-Motoren ausstatten. Ich weiß natürlich, dass Hybrid nicht die Lösung all unser Probleme darstellt, aber es senkt den Benzinverbrauch und die japanischen Firmen arbeiten wenigstens in die richtige Richtung.

Und JETZT, jetzt schreien die Deutschen Autobauer in Brüssel um HILFE. Aufgrund der Finanzkrise hätten Sie keine Mittel um moderne, ökologische Antriebe zu entwickeln. 10 Jahre haben die Autobauer in dieser Richtung komplett verschlafen – und jetzt sollen wir, die Steuerzahler, das Wahlvieh diese Fehlentscheidungen bezahlen?

Vermutlich ja, denn die Auto-Lobby ist stark wie nie. Klopft einmal in Brüssel an und schon gibt es Krisengipfel, Lippenbekenntnisse, Vorschläge für (schwachsinnige) Förderprogramme und vieles mehr. Und wir dürfen zahlen.

Was ist eigentlich mit all den anderen Menschen in unserem Land, denen es nicht gut geht. Den vielen Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze, den vielen Millionen Hartz-4-Empfängern, den vielen Millionen Menschen die zwei oder mehr Jobs annehmen müssen um ihre Familie zu ernähren? Ach ja, die haben ja keine Lobby….

Ein paar Zahlen zum Abschluss:
Japans Autohersteller sind punkto umweltfreundliche Antriebe derzeit noch unschlagbar. Sieben der zehn umweltfreundlichsten Modelle kommen von japanischen Erzeugern. Bei den europäischen Marken haben Citroen und Peugeot die Nase vorne,…“, fasst VCÖ-Sprecher Christian Gratzer das Ergebnis der neuen Auto-Umweltliste der deutschen Partnerorganisation des VCÖ, dem VCD, zusammen.

Der Sieger ist der Honda Civic Hybrid, knapp vor dem Toyota Prius Hybrid. Den 3. Platz teilen sich der Citroen C1 1.0, der Peugeot 107 Petit Filou und der Toyota AYGO.(gesamten Artikel lesen)

Gabriel fordert Energie-Sozialtarif für Arme

Wie wäre es stattdessen mal damit, Steuern und Abgaben auf ein erträgliches Niveau zu bringen, welches Menschen mit normalem Brutto-Einkommen ein Leben überhalb der Armutsgrenze ermöglichen würde, Herr Gabriel? Mehr Netto fürs Brutto sollte die Devise lauten.

Damit gäbe es dann weniger arme Bürger und Sie könnten sich solche schwachsinnigen Ideen sparen. Aber wie kann ich erwarten, dass irgendwo in diesem Land mal etwas anderes gemacht wird, als an den Symptomen herumzudoktorn.

Fujifilm erhöht Preise wegen Rohöl-Preisexplosion

„Der seit Monaten unaufhaltsam steigende Rohölpreis macht nicht nur Autofahrern Sorgen. Auch die kunststoffverarbeitende Industrie muss sich mit dem Problem auseinandersetzen. Fujifilm hat als Hersteller von Fotopapier nun eine massive Preiserhöhung bekanntgegeben.“ (golem.de)

Es gibt viele Dinge für die wir das Rohöl brauchen. Aber uns fällt nix anderes ein, als es weiter für unsere Mobilität zu verbrennen. Es ist schon ein wenig bitter, das die Politik max. 4 Jahre in die Zukunft denkt und die meisten anderen Menschen vielleicht 1-2 Tage..

Strom kommt aus der Steckdose

Das steht soweit ja schon mal fest. Nebenbei kostet er auch noch Geld, eine ganze Menge sogar. Und einen echten Wettbewerb gibt es auf dem Markt der Anbieter auch noch nicht. Da sind wir Kunden wirklich machtlos. Wirklich?

Ich sehe das anders. Solange wir faul auf unseren Hintern sitzen und immer nur schimpfen aber selber nichts unternehmen, wird nichts passieren. Soweit so schlecht. Also müssen wir den großen Konzernen zeigen, dass wir nicht mehr bereit sind, Ihre Preise zu zahlen. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist da die Lösung.

Nun sagen viele, der Aufwand sei viel zu groß, gerade weil man nicht wirklich viel sparen kann. Dazu folgendes, der Aufwand ist nicht einmal erwähnenswert. Es gibt Anbieter, die tatsächlich etwas dafür tun, neue Kunden zu gewinnen. Z.B. Yellostrom. Online anmelden, 1-2 Zettel die man automatisch zugeschickt bekommt ausfüllen und unterschreiben und abwarten. Kurze Zeit später hat man einen neuen Anbieter, und spart dabei vielleicht sogar noch was.

Das Niedersächsische Umweltministerium hat eine Preisübersicht der Niedersächsischen Stromanbieter veröffentlicht (Strompreise in Niedersachsen). Hier sieht man sehr übersichtlich wo Geld zu sparen ist, und die Einsparungen belaufen sich auf aktuell bis zu 100,00 € im Jahr. Ich finde das ist durchaus eine Summe, für die es sich lohnt 10min Zeit zu investieren.

Und ich bin davon überzeugt, dass wenn nur genug Menschen sich endlich einmal aufraffen und den großen Konzernen kündigen, dann werden auch diese irgendwann einmal aufwachen und merken, dass auch die fetteste Kuh irgendwann nicht mehr bereit ist Milch am Fließband zu liefern.

Warum nicht?

Hm, ist schon wieder das Sommerloch da? Ich habe so das Gefühl, denn eine unqualifizierte Aussage jagt momentan die nächste. Anstatt Maßnahmen einfach mal durchzusetzen und „Nägel mit Köpfen zu machen“ werden Vorschläge und Appelle verbreitet. Wir könnten ja die Flugzeuge mal stehen lassen und mit dem Rad Urlaub machen. Tonnenweise CO2 würden wir so einsparen. Urlaub vor der Haustür oder auf dem Balkon – bei all den Lohn-Nebenkosten können wir uns bald eh nicht mehr mehr leisten.

Tja und wir könnten ja mal das Auto auch stehen lassen und auf die Bahn umsteigen, vielleicht einen Autofreien Sonntag einstreuen und Biostrom kaufen. Klar könnten wir, aber macht keiner. Jeder lebt in seinem eigenen Microskosmos und hat eigene Probleme. Und was bringt es schon, wenn ICH spare, die anderen sparen ja auch nicht…

Wie wäre es aber zur Abwechslung mal mit Taten statt Worten von unseren gewählten Volksvertretern?

Warum nicht…

  • wie die Australier die Glühbirnen verbieten und Sparlampen fördern
  • Ölheizungen preislich unattraktiv machen und BioHeizungen und Solarenergie fördern
  • Autos, die bestimmte CO2- oder Verbrauchsmengen überschreiten einfach per Gesetz verbieten
  • LKW-Logistik verteuern, damit die Bahn auch für Unternehmen attraktiver wird.
  • Bahn-Pendler steuerlich bevorzugen gegenüber Autofahrern
  • dem gesunden Menschenverstand wenigstens manchmal doch zuhören?

Warum nicht? Weil es zu viele einflussreiche Lobbyisten gibt, die das nicht zulassen. Darum nicht. Wenn unsere Umwelt nicht mehr lebenswert ist hilft den großen Unternehmen auch ihr Geld nicht mehr weiter. Dann ist einfach „Schluß mit Lustig“. Und das nur wegen ein paar Euro mehr. Schade.