Archiv für Satire

Wir wählen „lieber Aal“

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Sensation. Sensation. Das weltberühmte Blog „Ich werde Politiker“ wird auch nach Durchsetzung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags rund um die Uhr online bleiben.

„Unsere Inhalte sind durchaus für Menschen jeden Alters geeignet die des Lesens mächtig sind. Und wer noch nicht lesen kann, der hat immer noch die Möglichkeit sich an Farben und Bildern (z.B. dem Twitter-Vogel) zu erfreuen. Wir lassen uns von dämlichen Politikern und Ihrem Internet-Unverständnis nicht unterkriegen“ sagt Thorben, der Betreiber des Blogs.

Bisher seien auch noch keine Schädigungen nach Konsum dieses Blogs nachgewiesen worden. Um in der großen aktuellen Kakophonie aber nicht ganz unterzugehen soll auch von diesem Blog der reflexartige Schrei „ZENSUR“ in die Netzwelt getragen werden. Der Betreiber weiß zwar nicht warum, aber da momentan alle schreien, schreit er zur Sicherheit einfach mal mit.

Vielleicht wird dieses Blog sogar mit einer Altersfreigabe versehen, die tut ja nicht weh. Und so können auch Minderjährige jederzeit miterleben, wie weltfremd die heutigen Politiker sind, die sogar mit „Ja“ abstimmen, selbst wenn sie absolut dagegen sind. Und dann meinen mit einem Tweet oder einem Post auf Facebook Ihr Gesicht wahren zu können.

Liebe Grüne in Nordrhein-Westfalen, liebe LINKE in Berlin: Wir nehmen Euch nicht mehr ernst, wir halten euch für Flitzpiepen, die es nicht verdienen Volksvertreter genannt zu werden.

Und falls das jemand nicht versteht, der wende sich einfach an den „Ich werde Politiker“-Jugendschutzbeauftragten.

Die positive Seite der Bankenkrise

Will eine ältere Dame in einer Bank ein Sparbuch eröffnen und 1.000,- EUR einzahlen.

Dame: „Ist mein Geld bei ihnen auch sicher ?

Banker: „Klar doch !“

Dame: „Und was ist, wenn Sie Pleite machen ?“

Banker: „Dann kommt die Landeszentralbank auf !“

Dame: „Und was, wenn die Pleite macht ?“

Banker: „Dann kommt die Bundesbank auf !“

Dame: „Und wenn auch die Pleite macht ?“

Banker: „Dann tritt die Bundesregierung zurück, und das sollte Ihnen nun wirklich die 1.000,- EUR wert sein.

(gefunden via Bankmitarbeiter)

Ich hätte da jetzt auch einmal was….

Zum Verbieten.

Ja genau. Richtig gehört. Es ist Wahlkampfzeit. Und momentan ist es offenbar total hip, erstmal Sachen zu verbieten, als sich mit den wirklichen Problemen und Hintergründen zu beschäftigen. Also will ich dem Ganzen natürlich in Nichts hinterherstehen.

Und ich fordere, dass es Männern verboten wird, Sandalen in Kombination mit Tennissocken zu tragen. Außerdem fordere ich, dass Zuwiderhandlungen schwer bestraft werden.

Hintergrund meiner Forderung sind a) der Jugendschutz und b) die negativen Auswirkungen auf den Ruf unseres Landes im Ausland.

Zu a) Erwachsene sollen Vorbilder sein. Denn wen, ausser uns Erwachsenen haben die Kinder sonst um zu sehen, wie sie es machen sollen – und wie lieber nicht. Das Phänomen der Socken in Sandalen greift immer mehr um sich. Immer mehr Erwachsene tragen, Statistiken zufolge, diese Kleidungskombination auch in der Öffentlichkeit. Dadurch ergibt sich bei Kindern und Jugendlichen schnell das Gefühl, dass diese Kombination in der Gesellschaft anerkannt ist. Ist sie aber nicht.

Aktuellen Studien zufolge wirken sich Socken in Sandalen negativ auf die Partnersuche des tragenden aus, außerdem führt es zur Abgrenzung im beruflichen Bereich. Auch, so sagt man, belasten die ständigen abschätzenden Blicke von Passanten auf die Füße des Delinquenten sein Psyche sehr.

Zu b) Insbesondere in den typischen Urlaubsgebieten, die der Deutsche gemeinhin aufzusuchen pflegt, gibt es inzwischen starke Vorurteile gegen uns Deutsche. Nicht genug, dass wir auch im entferntesten Winkel dieser Welt ein Wiener Schnitzel oder Kohlrouladen essen wollen, kaum in der Lage sind uns in einer anderen Sprache zu artikulieren – nein, wir tragen zu kurze Hosen, Unterhemden als T-Shirts und dann auch noch Sandalen mit Sportsocken. Dieses führt zu einem sehr schlechten Außenauftritt unseres Landes, den wir nicht weiter hinnehmen sollten.

Deshalb fordere ich:

  1. Das sofortige Verbot des Tragens von Sandalen mit Sportsocken.
  2. Deutlich sichtbare Warnhinweise auf Sandalen und Sportsocken, diese nicht miteinander zu kombinieren. Solch ein Hinweis könnte zum Beispiel lauten: Achtung – Das Tragen dieser Socke in Kombination mit Sandalen führt zu sozialer Isolation.
  3. Abreckende Bestrafung bei Zuwiederhandlung.
  4. Sperrung aller Internetseiten mit Bildern, auf denen Menschen zu sehen sind, die Socken kombiniert mit Sandalen tragen.
  5. Weltweite Zusammenarbeit der Behörden um diesem Phänomen Herr zu werden.
  6. Weltweite Ächtung.

Wir müssen aktiv gegen die Verwahrlosung der kommenden Generationen vorgehen. Ihre Stimme für ein besseres Deutschland.

(siehe hierzu auch: Die grössten Modesünden bei Männern)

CDU für Verbot der "Killerspiel"veranstaltung

Sehr geehrter Herr Wellenreuther,

wie ich der Presse entnehmen konnte, unterstützen Sie und der CDU-Kreisverband Karlsruhe-Stadt das Vorgehen der Unionsfraktion gegen die Ausrichtung der „Intel Friday Night Game“.

Da Sie offenbar rechtlich nichts gegen die Veranstaltung in Karlsruhe unternehmen können, wollen Sie die Karlsruher Messe und Kongress GmbH dazu bewegen, einen bereits geschlossenen Vertrag mit dem Veranstalter zu kündigen.

Achtung: Satire – Schließlich werden bei dieser entsetzlichen Veranstaltung ja auch die amokläuferproduzierenden KILLERSPIELE wie WOW (USK ab 12) und Counterstrike (Die Mutter allen Übels – USK ab 16) gespielt. Und so was können Sie natürlich nicht zulassen. – Satire Ende.

Und bei der nächsten Wahl werden Sie sich wieder wundern, warum die Menschen in diesem Land POLITKER-verdrossen sind, werden uns mit leiderfüllter Miene mitteilen, dass Ihre Botschaften wohl nicht beim Wahlvieh angekommen sind und dass Sie in Zukunft mehr auf uns zugehen müssen.

Ist es verwunderlich, dass junge Menschen, denen das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung genommen wird, verdrossen reagieren? Sie und viele andere Politiker, haben keine anderen Ideen als auf alle Gesellschaftlichen Probleme mit VERBOTEN zu reagieren. Insbesondere zielen Ihre Verbotsphantasien auf Bereiche, die Sie offenbar selber nicht verstehen und/oder IHREM PERÖNLICHEN Moralempfinden nicht entsprechen. Das ist nicht Aufgabe der Politik, Herr Wellenreuther.

Politiker wie Sie sind der Grund für die heutige Politiker-Verdrossenheit. Angetrieben von der Angst in der nächsten Legislaturperiode keinen warmen Sitzplatz im Parlament mehr zu haben, flüchten Sie sich in puren Populismus und Aktionismus anstelle die Probleme wirklich mal bei der Wurzel zu packen.

Solche Computerspiele-Turniere holen Jugendliche aus Ihren Zimmern, schaffen ein Gemeinsamkeitsgefühl, schaffen Freundschaften und lassen junge Menschen in einem harmlosen Wettbewerb gegeneinander antreten. Alles Dinge, die die sog. Amokläufer nicht tun konnten oder wollten. Teilnahme und Erfolge bei Turnieren, ein gutes Gemeinschaftsgefühl – das sind Grundlagen für ein gesundes Selbstbewusstsein der Jugendlichen und eine tolle Grundlage um in freundschaftlicher Konkurrenz mit einander umzugehen.

Und Ihnen fällt nichts anderes ein, als hier polemisch Phrasen in den Raum zu werfen und Verbote anzudrohen oder zu verhängen, die bei den älteren dieser Bevölkerung gut ankommen, weil Sie gar nicht wirklich verstehen worum es geht. Damit sichern Sie sich bestimmt ein paar Stimmen der älteren Generation, aber die Jüngeren – die Jüngeren frustrieren und enttäuschen Sie damit und verlieren eine ganze Generation an potentiellen Wählern.

Eines noch am Ende – ich spiele selber WOW, Manhunter und andere Spiele, in denen auch Gegner virtuell getötet werden. Ich habe schon Pornofilme gesehen, ich liebe Heavy-Metal-Musik und ich habe bereits sowohl Paintball als auch Live-Rollenspiel gespielt. Einige Horrorfilme gehören zu meinen liebsten Filmen und ich bin versierter Internetuser, was mich ja in Augen Ihrer Parteifreundin Frau von der Leyen bereits zu einem „Pädokriminellen“ macht.

Trotzdem habe ich noch nie einen Menschen verletzt oder getötet und Amoklaufphantasien überkommen mich höchstens wenn ich mich wieder einmal über die Politiker dieses Landes aufregen muss.

Ich wähle keine Spielekiller.

Mit freundlichen Grüßen

Nachtrag 26.05: Lt. Heise.de wurde die Veranstaltung nun abgesagt. Ein Sieg der Ignoranz.

Das Feindbild

Seit vielen Tausend Jahren wandelt der Homo-Sapiens über die Straßen dieser Welt Schon vor über 150.000 Jahren zogen die Neandertaler durch, Steppen und Wälder, überstanden Wärme –und Kälteperioden und entwickelten sich stetig voran. Weiterentwicklung? Wirklich? Ich habe heutzutage sehr häufig das Gefühl, dass bei uns Menschen die geistige Entwicklung irgendwann vor vielen tausend Jahren stehen geblieben ist. Wir haben unsere Dummheit nur perfektioniert.

Dabei ist ein Schema immer wieder sehr auffällig. Um die eigene Macht zu sichern ist es am wichtigsten ein Feindbild aufzubauen. Mit Hilfe dieses Feinbildes kann die herrschende Kaste dann eigentlich alles durchsetzen was sie will. Dabei ist es wichtig, dass Feindbild möglichst böse und insbesondere sehr wage zu definieren, damit keiner auf die Idee kommt mal nachzufragen. Wichtig ist hierbei den „Feind“ so darzustellen, dass wirklich niemand ernsthaft Partei für ihn ergreifen kann, dass niemand die getroffenen Maßnahmen anzweifeln mag, weil er sofort als Sympathisant für den „Feind“ dastehen würden.

Beliebte Feindbilder waren die Heiden, die Juden, überhaupt alle andersgläubigen, die Indianer, die Schwarzen usw… Perfektioniert wurde dieses System m.E. eindeutig im Kalten Krieg. Hier war der „böse Russe“ der Feind und unter dieser Prämisse gediehen Geheimdienste, Aufrüstung, und vieles mehr.

Jetzt ist es damit vorbei, den leeren Platz hatte zuletzt „der Terrorist“ eingenommen. Auch dieses Feindbild war vage aber doch real genug um damit in der westlichen Welt, auch in Deutschland, unsere Bürgerrechte stark einzuschränken und scheinbar willkürliche Maßnahmen durchzusetzen um die Machtansprüche unserer herrschenden Kasten weiter zu betonieren.

Aber irgendwann ist jedes Feindbild verbraucht und so hat auch „der Terrorist“ so langsam erste Abnutzungserscheinungen. Also muss was neues her, und ist auch schnell gefunden: „Der Kinderschänder“, der Konsument von Kinderpornographie. Keine Frage, Kinderpornographie gehört mit zu dem schändlichsten was ich mir überhaupt vorstellen kann – das möchte ich unbedingt klarstellen.

Derzeit aber muss neben „dem Terroristen“ auch „die Kinderpornographie“ als Totschlagargument für alle Maßnahmen herhalten, die unsere Rechte einschränken und die Macht der oberen zehntausend sichern soll. Und so fällt es natürlich jedem Kritiker schwer sich Gehör zu verschaffen, denn wer möchte den als Sympathisant für Kinderpornographie-Nutzer dastehen? Niemand, natürlich.

Und falls „die Kinderpornographie“ vielleicht schon bald nicht mehr zieht, „der Amokläufer“ steht schon in den Startlöchern um seine Rolle zu übernehmen.

Wichtig ist, genug Angst in der Bevölkerung zu schüren, plastische Beispiele zu präsentieren, das Volk gegen den „einen“ Feind zusammen zu schweißen und schon lässt sich jedes Grundrecht einfach löschen….

Wer ist schuld?

Ist es nicht faszinierend? Seit 2 Jahren behauptet die Regierung, die Arbeitslosenzahlen würden zurückgehen – Grund dafür sei natürlich die gute Arbeit der Regierung – sonst nichts und niemand. Weder der Aufschwung noch das Wetter oder die Amerikaner oder die Banker.

Heute wurden Zahlen bekannt gegeben, dass die Zahlen zuletzt nicht mehr so gut aussahen. Verantwortlich hierfür ist natürlich nicht (!) die Regierung sondern die Wirtschaftskrise und die Banker und sonst wer.

Jedem das Seine – Jedem den Seinen

*Kopfschüttel* *kopfschüttel* Ich kann es schon wieder nicht glauben:

Der Zentralrat der Juden ist empört. Tchibo und Esso haben eine Werbeaktion mit dem Slogan „Jedem den Seinen“ – eine Abwandlung von „Jedem das Seine“ beworben, schreibt spiegel.de und viele andere Online-Medien. Ein echter Skandal. Abgesehen davon, kann ich die Aktion von ZdJ natürlich verstehen – denn momentan ist es natürlich wichtig vom Angriffskrieg und Völkermord (meine Meinung) der Israelis abzulenken – und da scheint offenbar jedes Mittel Recht.

Das ist unfassbar. Unabhängig davon, dass es, wie ich finde, irgendwie komisch klingt, was ist dabei? Und jetzt kommt es: Im Dritten Reich prangte dieser Spruch über einem Konzentrationslager – und das geht ja dann schonmal gar nicht mehr…. Unfassbar, nicht wahr? Oute ich mich jetzt jedes Mal als NAZI, wenn ich sage: „Jedem das Seine“? Interessant ist auch, dass der Spruch natürlich schon viel, viel älter ist – nämlich über 2 tausend Jahre und aus dem lateinischen kommt: „Suum cuique“.

Ich bin dafür, ab sofort auch Begriffe wie Autobahn (ein sehr übel historisch belasteter Begriff) oder auch „spontan“, „fanatisch“, „Staatsakt“, „Dachorganisation“ oder Wörter die mit „Volks…“ beginnen komplett zu verbieten. Alles Begriffe, die erst im Dritten Reich geprägt wurden.

Willkommen im Neusprech!!!!

Serie: Die sichersten Geldanlagen in Zeiten der Krise

Folge 3: Auch beliebt – Eine Teedose

Finanzkrise: Merkel fordert gemeinsames Vorgehen der EU

Die Finanzkrise erschüttert die USA, Europa und die Welt. Politiker schauen hilflos drein, weil kaum einer in der Lage ist, das wirkliche Ausmaß der ganzen Situation zu erkennen. Aber zum Gück haben wir ja Frau Merkel, die für alles eine Lösung hat:

Wir (die EU) müssen eine gemeinsame Lösung finden.

Genial, oder? Wie sie das immer macht. Sie schüttelt Lösungen für die Probleme dieser Welt einfach aus dem Ärmel. Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

Nicht zu vergessen, zudem betone die Bundeskanzlerin, dass die privaten Spareinlagen in Deutschland sicher seien. Woher will Sie das wissen? Wie kommt sie darauf, so etwas zu behaupten? Ich weiß es nicht.

Volker P. hat zu dem Thema auch noch was schönes auf Lager.