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Kabel Deutschland – Service-Wahnsinn

rage against technologyDa die Telekomiker uns in Steinhuder maximal eine DSL-Leitung mit rasanten 2MBits liefern können, sind wir im Sommer zu Kabel Deutschland gewechselt und haben jetzt 100Mbit – in der Theorie – aber das ist eine andere Geschichte…

Denn momentan haben wir meistens – gar nichts –

Unsere Fritzbox hängt sich derzeit mehrmals täglich auf und dann geht weder Internet noch Telefon. Ein kompletter Neustart (Stecker raus, warten, Stecker rein, lange warten) hilft temporär aber das ist irgendwie keine befriedigende Lösung.

Gestern Abend war es dann genug und wir haben uns in die Hotline von KD getraut. Nach unzähligen Sprachmenüs, Nummern-Eingaben und Wartezeit bekamen wir dann endlich auch mal einen echten Menschen ans Telefon. Der könne aber nichts für uns tun. Die Leitung sei in Ordnung, das müsse am Gerät liegen. Er würde mir zwar gerne ein neues schicken, aber ohne Prüfung des alten ginge da nicht. Aha? Und nun?

Ich müsse also bei AVM anrufen. Die supporten Ihre Fritzboxen selber und könnten das prüfen. Dann bekäme ich eine Fall-Nummer, mit der ich dann einen neuen Router ordern könne. Klingt spannend.

Zum Glück hat AVM eine bis 20.00 geöffnete Hotline – in der wir ca. 10 Minuten warten mussten. Nett war die ständige Ansage, welche Nummer man denn in der Warteschleife sei – ein bisschen IKEA-Feeling am Telefon 🙂

Der nette Herr von AVM liess sich mein Problem erklären und sagte dann: „Netzwerkproblem oder Router“ – Respekt!! Aber egal. Ich sagte Ihm, ich sei KD-Kunde und er solle das Gerät überprüfen und dann bitte einen neuen schicken. Denkste. So einfach natürlich nicht.

AVM hätte keine Möglichkeit den Router online zu testen – Datenschutz und so. Und die Damen und Herren von KD sollten das auch wissen. Dennoch würden täglich viele Kunden an die AVM-Hotline verwiesen. Na super. Und nun?

Kein Problem, er gibt mir eine kryptische Nummer, mit der ich dann wieder bei KD anrufen soll – die würden mir dann den Router schicken. Auf meine Nachfrage, welchen Sinn die ganze Procedure denn habe, konnte er nur lachen: „Keinen, aber alles Reden mit KD würde nichts bringen“ – Ich komme mir langsam vor wie in dem „Haus das Verrückte macht“.

Sei es drum, wieder KD-Hotline anrufen, wieder Sprachcomputer überleben, wieder Problem erklären, Nummer übergeben und voila, man würde uns jetzt schnellstmöglich einen neuen Router schicken. Aufgrund der Feiertage könne das aber bis kommende Woche dauern. WTF? Gestern war Montag. Also voraussichtlich eine Woche keine stabile Telefon/Internet-Leitung. Tolle Sache.

Und ich erinnere mich wieder, warum ich immer Angst davor habe, Hotlines von Telekommunikation-Anbietern anzurufen……

Support your local dealer

Getreu diesem Motto verschlug es mich gestern in den heimischen Toom Markt. Ich war auf der Suche nach einer speziellen Ernergiesparleuchte für unser Licht in der Küche. Leider konnte ich kein entsprechendes Teil im Regal finden, so dass ich mich auf den Weg zur Info machte um einen kompetenten Ansprechpartner zu finden.

Dort war ich nicht der einzige der Fragen zu Licht und Leuchten hatte, ein weiterer Kunde versuchte bereits dem Verkäufer/Berater eine Antwort auf seine Frage zu entlocken. Selbiger hatte aber offenbar von Licht und Leuchten keine Ahnung, so dass er eine Kollegin ausrufen ließ, auf die wir warten sollten. Dann wandte er sich mir zu, erkannte auch hier sein Mangel an Wissen und vertröstete mich ebenfalls auf die ausgerufene Kollegin.

Nach fünf Minuten wurde mir langsam langweilig. Ich fing an dem anderen Kunden zu erklären was die Zahlen auf seinen LED-Verpackungen so bedeuteten und wir hielten gemeinsam Ausschau nach der ominösen Kollegin.

Nach zehn Minuten fing ich damit an, mir die Zeit auf dem Smartphone zu vertreiben und startete die Amazon-App um mal auf eigene Faust nach der Ernergiesparleuchte zu suchen. Wenige Minuten später hatte ich das passende Angebot, versandkostenfrei, gefunden.

Insgesamt 15 Minuten waren nun vergangen, die Kollegin nicht zu entdecken. Also entschied ich mich, Amazon zu nutzen und meine Zeit sinnvoller zu verbringen. Das teilte ich dem unwissenden Mitarbeiter, der uns weder beraten noch jemand kompetenten organisieren konnte, mit und verabschiedete mich freundlich.

Schade. War wohl nichts mit local support heute…

 

Adieu Herr Google – es war eine schöne Zeit

Ich glaube,ich bin nunmehr seit etwa 2005 Nutzer des Mail-Services von Google gewesen. Also zu einer Zeit als Smartphones, Tablets, Netbooks und Co noch ferne Zukunftsmusik waren. Zu der Zeit war das Web-Interface von Google unerreicht gut und der Speicherplatz schier grenzenlos.

Jetzt gibt es all diese wunderbaren mobilen Geräte und die machen einen Web-Dienst eigentlich überflüssig. Insbesondere wenn man wie ich auch eine eigene Web-Adresse hat und damit eigentlich keinen Freemail-Dienst mehr braucht. Auch das hat viele Vorteile. Trotzdem habe ich viele Jahre ausnahmslos Google benutzt.

Nach den aktuellen NSA-Skandalen und der immer mehr ausufernden Marktmacht Googles habe ich mich entschlossen, Google nun den Rücken zu kehren. Ja. Jetzt und sofort. Es wird zwar nicht zu 100% klappen, da z.B. Youtube und Google+ eben nur mit Google-Account nutzbar sind, aber mit dem Übertragen aller Mails und der Umstellung meiner Adressen, dem löschen aller Google Drive Dokumente ist der erste Schritt getan.

Ich denke, es ist sinnvoll seine Daten auf mehrere Anbieter zu verteilen und nicht einem Unternehmen alles in die Hand zu geben. Und wenn möglich werde ich jetzt auch auf Deutsche Anbieter setzen. Denn auch wenn es hier mit Sicherheit und Datenschutz nicht perfekt ist – besser als in Amerika ist es aus meiner Sicht irgendwie schon.

Wie macht Ihr das aktuell?