Archiv für Mitgliederversammlung

Landesparteitag und Liste für Landtagswahl

Gestern war ich in Osterholz-Scharmbeck. Auf dem Landesparteitag bzw. der Landesvertreterversammlung der niedersächsischen FDP. Hier wurde von den Delegierten, also auch von mir, die Liste für die kommende Landtagswahl vorgestellt. Ich war zum ersten Mal bei einer solchen Aufstellung dabei. Bevor irgendjemand gewählt werden kann, stellt der Landesvorstand eine Liste aus 20 Vorschlägen zusammen, die dann die jeweiligen Bezirksvorstände Ihren anwesenden Mitgliedern vorlegt. Dann wird erklärt, welcher Bezirksverband mit welchem anderen Verband so zusammen arbeitet und welche Kandidaten doch bitte unbedingt gewählt werden sollten. Das sind natürlich nur unverbindliche Vorschläge. Aber es gilt wohl auch hier, möglichst viel Zuverlässigkeit zu zeigen und die vorgeschlagenen zu wählen, denn die nächste Wahl kommt bestimmt.

Die ersten 6-7 Kandidaten werden mit 80%-99% Zustimmung gewählt, so weit so gut so langweilig. Und dann kommen, wie aus dem Nichts, die ersten Kampfkandidaturen. So nennt man es in der Politik, wenn es mehr als einen auserkorenen Bewerber gibt. Aber, ich nehme es mal vorweg, alle Kampfkandidaturen sind aussichtslos an diesem Sonntag im Juli des Jahres 2012.

Ich stehe übrigens auch nicht auf der Liste der Top 20. Als Platz 9 der Bezirksliste Hannover komme ich wohl irgendwo auf Platz 50+ zum Zuge. Das gefällt mir nicht. Also entscheide ich mich für eine Kampfkandidatur. Aber auch die muss wohl überlegt sein, denn wenn ich jemanden aus dem eigenen Bezirk brüskiere, ja so nennt man das wohl, dann mache ich mir in der Heimat wenig Freunde – und wenn ich nicht gewinne, sind die Chancen für einen guten Platz bei der nächsten Wahl vermutlich nicht die besten.

Als Neuling wähle ich mir also den 20. Platz für meinen Angriff aus. Den ganzen Tag über feile ich an meiner kleinen Rede – genug Zeit ist zwischen den einzelnen Kandidatenvorstellungen auf jeden Fall. Was Reden angeht bin ich eh etwas spontaner als viele andere.

Trotzdem habe ich Herzklopfen als ich dann von meinem Vorsitzenden Daniel Farnung vorgeschlagen werde. Mutig schreite ich auf das Podest und stehe im Scheinwerferlicht und auf Großbildleinwand vor über 250 Delegierten die vermutlich nur darauf warten, dass ich etwas falsch mache und sie mich zerfleischen können. Aber ich habe die letzten 5 Stunden gut aufgepasst und mir gemerkt, was gut ankommt bei den Damen und Herren. Ich erzähle von meiner Hochzeit, meiner Frau, immer wieder fällt das Wort „liberal“, auch mal „ur-liberal“ oder „freiheitlich-liberal“. Schnell habe ich ein paar Lacher auf meiner Seite und als ich über Netzpolitik rede brandet auch der erste große Applaus auf. Ich werde langsam warm und finde Spaß an der ganzen Sache. Ich erzähle noch etwas über meine Motive, über meine Vorstellung von Familienpolitik und dann verabschiede ich mich mit viel Applaus von der Bühne.

Meine Rede war wohl echt gut, viel Händeschütteln, viele Komplimente. Aber wie zu Anfang angedeutet, hat es kein Herausforderer an diesem Abend geschafft, die vorgeschlagenen Listenplätze zu schlagen. Mit knapp 40% Zustimmung habe ich zwar das Beste Ergebnis eines Herausforderers, aber verloren ist verloren.

So lande ich dann, wie vermutet, auf Platz 54 in der Liste. Irgendwo zwischen Nirgendwo und überall. Die Wahrscheinlichkeit damit in den Landtag einzuziehen ist etwa so groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Piraten ab 2013 den Bundeskanzler stellen werden.

Egal, ein weiterer Schritt ist geschafft und wir Wunstorfer Liberalen haben es zumindest wieder einmal geschafft in der niedersächsischen FDP-Politik aufzufallen. Das ist ein guter Grundstein für unser weiteres landesweites Engagement und wir werden das zu nutzen wissen 🙂

Isch kandidiere….

Jetzt ist es amtlich. Die Wahlkreismitgliederversammlung der FDP Stadtverbände Wunstorf und Neustadt hat mich zum Direktkandidaten für die Landtagswahlen 2013 für den Wahlbereich 33 gewählt. Mit 100%iger Zustimmung haben mir alle anwesenden Mitglieder das Vertrauen ausgesprochen.

Kaum zu glauben, aber zum ersten Mal habe ich am letzten Montag eine politische Rede gehalten – um mich und meine Ideen ausführlich vorzustellen. Neben den lokal wichtigen Themen liegt mein Fokus auf der Familien- und Netzpolitik. Vielleicht nicht gerade die naheliegendste Kombination, aber für mich die schlüssigste. Denn in beiden Bereichen kann ich ohne Zweifel behaupten einiges an Erfahrung mitzubringen. Ich bin Vater von zwei Kindern (knapp 1 und fast 8 Jahre alt) und habe in den letzten Jahren am eigenen Leibe erfahren, wie weit die Familienpolitik heutzutage noch von der Realität vieler Bürger entfernt ist. Bestes Beispiel ist die unsägliche Herdprämie.

Im Bereich Netzpolitik engagiere ich mich, auch über dieses Blog, schon seit fast 10 Jahren. Seit über 15 Jahren bin ich beruflich im Bereich „Neue Medien“ unterwegs und beschäftige mich mit so ziemlich allen Aspekten der Digitalen Kultur.

Wie mächtig das Internet ist, sehen wir daran, wie sehr es in kommunistischen Staaten und in Diktaturen aller Art zensiert und unterdrückt wird. Wir haben im Arabischen Frühling gesehen, wie mächtig Soziale Medien mit Ihren Videos, Tweets und Nachrichten sind. Und wir sehen leider auch wie sehr viele unsere Politiker diese Angst vor dem Internet mit den Diktatoren dieser Welt teilen. Wie sehr unsere Politiker fürchten die Informationshoheit zu verlieren. Wie sehr unsere Politiker Angst vor Kontrollverlust und wirklich freier Meinung haben.

Zugangserschwerungsgesetz, Vorratsdatenspeicherung und der Bundestrojaner sind nur einige der abstrusen Überwachungsideen aus den letzten Jahren. Entstanden aus Unwissenheit („Browser, was war nochmal ein Browser?“) und Angst vor dem Neuen. Allessamt gegen den Bürger gerichtet. Anlasslose Totalüberwachung nach dem Motto „Wer nichts zu verbergen hat, der hat auch nichts u befürchten“.

Ich freue mich auf viele Diskussionen in diesem Blog, per E-Mail oder auch bei öffentlichen Veranstaltungen. Ich werde diese für mich bisher einzigartige Situation die kommenden Monate genießen und hoffe, dass Sie und Ihr das auch werdet.

Ihr und Euer

Thorben Rump

Aus FDP wird „Für Dich Partei“

Englische Woche

Diese Woche ist wirklich mal voll. Am Montag war Fraktionssitzung zur Vorbereitung der Bauausschusssitzung von heute Abend. Dienstag war ich beruflich in Cloppenburg. Gestern war Mitgliederversammlung.

Auf der Mitgliederversammlung haben wir schon den Startschuss quasi abgeschossen für den Wahlkampf 2011 – da sind nämlich schon wieder Kommunalwahlen. D.h. wir haben zunächst eine Gruppe gegründet, die sich in Kürze trifft um Terminplanung und Konzept vorzubereiten.

Ich werde nächstes Jahr auch zum ersten Mal kandidieren. Und zwar voraussichtlich für den Wunstorfer Stadtrat und den Ortsrat Steinhude. Ich bin sehr gespannt und freue mich riesig darauf.

Tja und heute ist wieder Bauauschuss. Dieses Mal im Rathaus (da war ich, ehrlich gesagt, noch nie drinnen). Naja, einmal ist immer das erste Mal.

Bürgervertreter

Ab sofort sitze ich als Bürgervertreter im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. In knapp einer Woche ist meine erste Sitzung und passender Weise geht es auch gleich um den Ortsteil in dem ich wohne. Ich freue mich darauf und bin gespannt, was da auf mich zukommt.

Demnächst haben wir auch wieder unsere nächste Mitgliederversammlung, in der es schon losgeht mit der Planung für die Kommunalwahlen 2011 – wo ich auch zum ersten Mal kandidieren möchte.

Das Geheimnis der Reichen

Das Geheimnis des reich werdens ist eigentlich keins, zumindest ist sehr einfach: Weniger Geld ausgeben als einnehmen. Wenn man das lange genug durchhält, dann ist man irgendwann reich. Das Ganze ist schon mit dem eigenen Geld nicht so einfach, schwieriger wird es, wenn man mit Geld, welches einem nicht gehört, auskommen muss. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass man quasi so viele Schulden machen kann wie man will und sich um die Tilgung keine Sorgen machen muss.

So geht es unseren Politikern seit über 50 Jahren. Egal ob in Kommune, Land oder Bund. Wir sind völlig überschuldet.

Gestern hatten wir Mitgliederversammlung im Ortsverein und erfahren, dass es auch bei uns dieses Jahr knapp wird, wir aber, wie in den vergangenen Jahren auch schon, wohl einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen werden. Eventuell wird dieses Jahr kein Geld für Schuldentilgung vorhanden sein – die letzten Jahre wurde regelmäßig getilgt. Klingt nicht rosig, aber immerhin.

Und was entnehmen wir heute der Presse? Welch Überraschung. Auch Hannover trifft überraschenderweise die Wirtschaftskrise – und es kommt nicht so viel Geld rein wie erhofft. Vermutlich war beim Erstellen des Haushaltsplanes für 2009 wieder der Wunsch der Vater des Gedanken.

Kommen wir also zurück zum Reich werden – demnach müsste die Stadt mal konsequent die Ausgaben zurückfahren um irgendwann wieder ins Plus zu kommen. Tut sie auch – ein wenig. Aber anstatt sich lange und quälend überlegen zu müssen, wie man sparen kann, ist es doch viel einfacher irgendwelche Gebühren zu erhöhen. Dann muss man nicht so viel sparen und wird trotzdem reich.

Erhöhungen treffen meist nur die Bürger, uns Privatpersonen. So auch diesmal. Eintrittsgelder für die Schwimmbäder, für die Herrenhäuser Gärten sollen erhöht werden, außerdem die Parkgebühren. Die städtischen Mitarbeiter sollen bei gleichbleibenden Löhnen eine halbe Stunde pro Woche länger arbeiten. Was natürlich nicht erhöht wird sind Gewerbe- oder Grundsteuern – denn damit würde man ja Unternehmen belasten.

Also wird der private Konsum weiter abgewürgt, obwohl dieser Maßgeblich am momentanen Mini-Aufschwüngchen beteiligt ist.

Was ist an diesen Maßnahmen sozial liebe SPD, lieber Herr Oberbürgermeister Weil? Belastet werden, wie immer nur die Privatbürger.

Das ist nicht sozial.

Hauptversammlung bestätigt Vorstand

Gestern hatten wir im Ortsverband unsere Jahrehauptversammlung. So schnell vergehen also 2 Jahre. Meine ersten 2 Jahre in der Politik. Ein Weg, der in unserem Land sehr lang sein kann. Kein Wunder, dass sich so wenige Menschen für diesen Weg entscheiden – das kann einen wirklich zermürben.

Nunja, wir haben unseren Vorsitzenden wiedergewählt, einen neuen Vize und ich wurde als Pressesprecher für die kommenden 2 Jahre bestätigt.

In 4 Wochen bekommen wir Besuch von Claudia Winterstein (MdB), die uns bei uns über „Liberale Wege aus der Wirtschaftskrise“ referieren wird. Die Veranstaltung wird öffentlich sein und ich werde diese in Kürze auch über die Presse ankündigen. Das wird eine gute Gelegenheit sein, unsere Arbeit noch einmal außerhalb des Wahlkampfes zu präsentieren und ich freue mich auf die Veranstaltung.

Dann sind bald Bundestagswahlen, d.h. für uns auch wieder Wahlstände, Plakatieren und vieles mehr. Ich bin wieder einmal gespannt und vielleicht gelingt uns wieder ein Coup wie zu den Landtagswahlen, als wir zugunsten einer Spende für eine gemeinnützige Organisation auf die Wahlplakate verzichtet haben.

Heute morgen im Radio

Die, kurz vorm Ruin stehenden, amerikanischen Autobauer bekommen vermutlich Kredite vom Staat um die Insolvenz abzuwenden. Es sei mal dahin gestellt, ob das die richtige Entscheidung ist, aber es hängen viele Arbeitsplätze und viel Geld daran, sogar in Deutschland – siehe Opel. 

Aber ist das jetzt wirklich ein Grund für die deutsche Autoindustrie laut aufzuschreien wegen Wettbewerbsverzerrung und auch Millionen von unserem Staat, d.h. von uns Steuerzahlern zu fordern? Seit Jahren werden Rekordergebnisse eingefahren und weil es jetzt mal ein paar Wochen/Monate nicht läuft, will man gleich Subventionen bekommen?
Ich finde, das ist eine Frechheit.

Sommerfest des Bezirksverbandes

Unser Bezirksverband lud vor einiger Zeit zum Sommerfest ein. In geselliger Runde sollte im Schloss Bückeburg, bzw. im Café daneben, gefeiert werden. Zuvor lud man noch zu einer (kostenpflichtigen) Führung im Schloss ein.

Also Freundin und Kinder eingepackt und nichts wie hin. Wir haben das Schloss auch zeitig gefunden, nur leider sind wir auf der falschen Seite gelandet und brauchten so noch knapp 20min um den richtigen Eingang zur Führung zu finden, die aber gerade erst angefangen hatte. Selbige war dann auch kurzweilig und interessant, und als wir endlich ins Jagdzimmer kamen auch für die Kurzen (3,4 und 5) interessant.

Dann ging es in den Biergarten des Cafés, der auch schon blau-gelb geschmückt war und es wurde geredet. Willkommen hier, Ehrung da, Gast-Beitrag hier drüben und so weiter. Nur vom Feiern, Essen oder Trinken war keine Spur. Seltsam. Also selber mit Currywurst und Fritten, Cola und Apfelschorle versorgt und auf mehr „Party“ gehofft. Aber Pustekuchen. Noch mehr Ehrungen und Reden und so weiter und so fort.

Keine Party, nur eine Band/Combo/Truppe (ein sog. Spielkreis der ortsansässigen Musikschule), die versuchte so was ähnliches wie Musik zu machen aber schon bei den ersten Tönen komplett scheiterte.

Liebe Leute, da hatte ich irgendwie was anderes erwartet – war vielleicht mein Fehler. Immerhin war da ein Spielplatz, so dass die Kinder noch Ihren Spaß hatten und ich habe mich mal wieder im Rahmen der Partei sehen lassen, wenigstens etwas….

Für uns Erwachsene war es letzten Endes aber irgendwie nicht aufregender als eine Gräte am Strand.

Mitgliederversammlung April

Heute abend war es mal wieder soweit, nach fast 3-Monatiger Pause wieder eine Mitgliederversammlung. Der Ort war irgendwie schlecht gewählt, ein Restaurant am Hallenbad, Luftfeuchtigkeit 100% und gefühlte 30 Grad Celsius – es ging also wirklich heiss her. Und gerade heute waren mehr als doppelt so viele Leute erschienen wie sonst – was eine optimierte Tagesordnung doch alles so erreichen kann. Es waren heute aber wirklich zu viele Themen und Leute für einen Abend, so daß der wichtigste Entschluss die Verkürzung bis zum nächsten Treffen war.

Es gab aber auch vieles zu berichten und ging wirklich heiss her – was mich am meisten freute war, daß meine Themen so aktiv aufgegriffen wurden. Bzgl. der Melderegisterauskunft werden wir an unseren Bürgermeister herantreten, ich lasse mich da mal überraschen und berichte mehr, sobald es in trockenen Tüchern ist.

Und dann habe ich ein Internet Web 2.0 Projekt angeregt, welches auf großen Zuspruch gestossen ist und wir werden dieses in Kürze in einer separaten Arbeitsgruppe weiter ausarbeiten.

Zum Thema Englisch im Kindergarten gibt es in Kürze einen separaten Blog-Eintrag.

Also, kurz gesagt, ein gelungener Abend bei sommerlicher Schwüle und leckerem Bier, es sind einige interessante Aktionen gestartet worden und nun bin ich gespannt, wie es weiter geht.