Öffentlich-Rechtliches Fernsehen – Ein Modell mit Zukunft?

BR, hr, mdr, NDR (1,2,3,4, Radio Niedersachsen, n-joy, usw.), radiobremen, rbb, sr, swr, wdr, ARD, ARD digital, arte, phoenix, 3sat, kika, Deutschlandfunk, Deutschlandradio, Deutsche Welle.

All diese Sender, mit all Ihren „Untersendern“ gehören zu einer Programmgruppe der öffentlich-rechtlichen Sendern. Nämlich zur ARD, zum Ersten oder wie auch immer der genaue Sammelbegriff für diesen Senderwulst ist. Einige davon werden gemeinsam mit dem „Zweiten“, d.h. mit dem ZDF betrieben. Das ZDF steuert den gebührenfinanzierten Sendern noch ZDF, ZDF Infokanal, ZDF Dokukanal und den weltbekannten ZDF Theaterkanal bei. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat den so genannten öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen, der in dem jeweiligen Landesrundfunkgesetz verankert ist. Danach müssen die Programme den Zuschauern umfassend und ausgewogen Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung anbieten. Dabei sind auch bestimmte journalistische und ethische Prinzipien einzuhalten.

Um das zu gewährleisten, leisten wir uns neun Landesrundfunkanstalten – mir ist leider noch nicht klar, wofür es diese Institutionen genau gibt. Vielleicht kann mir da der eine oder andere Leser dieses Blogs weiterhelfen.

Um diesen riesiegen Programm-und Verwaltungsapparat zu finanzieren gibt es eine Behörde, die für uns die Rundfunkgebühren eintreibt. Die GEZ. Die GEZ kostete uns im Jahr 2006 schlappe 162,4 Mio Euro. Für diese Summe hat die GEZ von uns Bürgern, 7,286 Milliarden eintreiben lassen.

Mit dieser Summe finanzieren wir die am Anfang dieses Textes genannten Sender und deren Internetseiten. Dazu kommen natürlich noch Werbeeinnahmen und Gelder über Sponsoring.

Viele Bürger, so zum Beispiel meine Wenigkeit, finanzieren also ein System, welches sie nicht haben wollen oder nur in sehr geringem Umfang nutzen. Und was bringt mir die Gebührenfinanzierung wenn öffentlich-rechtliche Radioprogramme gefühlt genauso viel Werbung bringen wie die privaten – und auch sonst so gut wie keine Mehrwerte?

Das System der Grundversorgung und der gebührenfinanzierten Sender hat sich m.E. im 21. Jahrhundert überholt. Ein riesiger Verwaltungsapparat will nur noch verwaltet und finanziert werden und der eigentliche Sinn ist irgendwann in den letzten 20 Jahren verloren gegangen.

Anstelle ein Milliardengrab „private Deutsche Bahn“ zu schaufeln, sollte man lieber mal über die privatisierung der Rundfunkanstalten nachdenken, ggf. über ein Pay-TV-Modell oder was auch immer. Aber so wie es ist, kann es doch wirklich nicht mehr weitergehen.

12 Kommentare

  1. Peter sagt:

    Für mich sind viele Aussagen zu den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht akzeptabel? Es hat sich für mich gezeigt, das die Sender von ARD und ZDF mich mit Ihren Sendungen manipulieren. Dazu will ich einige Beispiele bringen:
    Sendungen bei ZDF, werden in vielen Situationen mit dem EURO verglichen.
    Das ist für mich eine abwegige Situation. Wie kann ich ein Land, was eine andere
    Lebensweiße, eine andere Kultur und auch andere Einkommensverhältnisse hat, mit dem EURO vergleichen. Die Berichterstattung ziehlt nach meiner Meinung nur
    im Hintergrund darauf zurück: Deutschland geht es sehr gut. Was jedoch in Deutschland abläuft, wird nicht erläutert? Armut der Kinder, keine Arbeitsplätze
    für Mütter, keine Krippenplätze für Kleinkinder ( bessere Beispiele von Ländern wie Schweden), wo man Müttern durch Krippenplätze wie auch Kindergarten plätzen eine Arbeit ermöglichen kann, was in Deutschland nicht möglich ist?
    Für mich Deutschland ein Land, wo sich in all den Jahrhunderten nichts getan hat. Reiche geniesen immer noch in Deutschland ein gern gesehenes dasein und können ihre Millionen vermehren und sie werden vom Fiskus noch belohnt.
    Ja, das ist Deutschland. Jeder sollte mal darüber nachdenken?

  2. Anonymous sagt:

    wir brauchen öffentlich.rechtliches fernsehen schon allein wegen der tagesschau!

    oder findest du die gesellschaft wird von der berichterstattung der rtl oder prosieben „news“ ausreichend informiert?

    wenn ja dann hoffe ich du übelegst dir dass mit dem politiker werden nochmal!

  3. Der Chef sagt:

    „Also was willst du den nun?“

    Ich möchte, und das ist mir hier mal in meinem Mikrokosmos Blog gelungen, zu Diskussionen anregen.

    Ich bin mit dem jetztigen Gebührenfinanzierten Modell unzufrieden, es führt zu einem Wulst an Sendern, die m.E. nicht alle benötigt werden und zu einer Geldverschwendung ohne Gleichen.

    Ich wünsche mir:

    1. Eine durchdachte Reduzierung der Sender auf das Wesentliche, insbesonder der Radiosender.

    2. Abschaffung der GEZ, eventuell durch ein Steuermodell anstelle der Gebührenfinanzierung.

    „…ignorierst du. hier zahlt aber jeder Konsument, vom Baby bis zum Greis, einen höheren Preis, da hier erhebliche Werbeaufwendungen aufgeschlagen sind.“

    Dieses Geld geht direkt wieder in die Wirtschaft, daraus werden Steuern und Gehälter gezahlt. Also geht das Geld durch viele Hände und ist gut für unsere Wirtschaft.

    GEZ-Gebühren halten eine unnütze Behörde am Leben (auch wenn deren Mitarbeiter natürlich auch am wirschaftskreisluaf mit teilhaben).

    Du zählst weiterhin Sendungen der Privaten auf, die nichts mit Bildung zu tun haben, die sind klar Unterhaltung. Aber sind fragwürdige Sendungen wie „Anne Will“, dummes tägliches Gelaber mit Kerner Bildung?

    Programm der ARD heute ab 20.00:

    Tageschau, Plötzlich Millionär, Tatort, Tagesthemen, Wetter, Bloch:Schwestern, Nachtmagazin, Düstere Legenden 2, Tageschau, Das letzt Kommando.

    Bildung? Kultur? Geschmackssache…. Und bevor Du damit anfängst, Tagesschau ist lange nicht mehr das was es mal war, sondern zumeist einseitig, belanglos, sensationshaschend und selbstbeweihräuchernd.

    Ich würde mir eine offene Diskussion in der Politik über dieses Thema wünschen, ohne Reflexartige Abwehrhaltungen, ohne Lobbies die Ihre Pfründe sichern wollen. Offen und ehrlich und im Interesse der Bürger. DAS ist es, was ich möchte. Leider hört einem niemand in diesem Land mehr zu, wenn man nur leise nach sowas fragt.

    Und als Schlussbemerkung: MICH nervt das Meiste im TV so sehr (Werbung, belanglose Sendungen, schlecht recherchierte Sendungen,…), dass ich fast gar nicht mehr gucke und mich deswegen umso mehr über die Gebühren aufrege, die ich in der Regel auch dann zahlen muss, wenn ich eigentlich nur DVD gucken will. 🙂

  4. SLTester sagt:

    Also was willst du den nun? Was ist deine Hauptforderung?
    Abschaffung GEZ? Oder Verringerung Anzahl öffentlich-rechtlicher Sender oder Anzahl öffentlich-rechtlicher Programme? Forderst du zusätzliche Pay-TV-Sender?

    Fangen wir an:
    Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben den Auftrag, Informationen, Bildung, Kultur und Unterhaltung den Zuschauern und Zuhörern verfügbar zu machen. Dazu wurde festgelegt, dass eine Gebühr von jedem möglichen Konsumenten unter Berücksichtigung familiärer Strukturen zu zahlen ist. Das wird über die GEZ getätigt. Schaffen wir die GEZ ab, dann werden dadurch die Kosten der Sender nicht verändert, also zahlen wir über unsere Steuern. -> Aufwand gespart den die GEZ selbst verursacht, kein Problem, bin ich dabei.

    Verringerung Anzahl öff-recht Sender:
    Wenn du den Sinn von landesspezifischen Sendern nicht verstehst, dann konkurrieren Fischerprobleme in Greetsiel,mit einer Kulturveranstaltung in Bayreuth, was soll man in welcher Länge zeigen. Die Themen in diesem unseren Lande (TM) sind nicht so einseitig, wie es die Privaten zeigen, Dort werden nur Nachrichten gebracht, die Sensationen versprechen.

    Zusätzliche Pay-TV-Programme zu fordern ist zwecklos, da ja hier automatisch Gewinn erwirtschaftet werden soll, Also muss da schon ein Investor kommen, Da hilft eine Forderung nichts.

    Zu deinen Versatzstücken:
    du echauffierst dich über eine Gebühr, meinen Einwand, dass die Privaten indirekt über höhere Preise finanziert werden, die auch jeder zahlen muss, ignorierst du. hier zahlt aber jeder Konsument, vom Baby bis zum Greis, einen höheren Preis, da hier erhebliche Werbeaufwendungen aufgeschlagen sind.

    Wenn du meinst, auch die Programme der Privaten sind Kultur, dann hast du recht. Aber es ist nicht meine Kultur.

    Wo wird in den Privaten Bildung betrieben, „Schlag-den-Raab“ mit seinen Wissenspielen? „Wer-wird-Millionär“ mit den Fragen über Sprichwörter? Achtung-Kontrolle, Einsatz für den Ordnungshüter?

    Wo ist in den Programmen der Privaten Kultur? DSDS oder GNTM? Ist das deine Kultur? Rambo5 oder Ghost Whisperer- Stimmen aus dem Jenseits?

    Ich bezweifle nicht, dass die privaten Programme auch interessantes zu bieten haben, aber wenn die Quote (d.h. wenn 6000 Menschen, siehe GFK, es nicht sehen wollen) zu gering ist, dann wird es wieder gestrichen.

    Meine These ist: Die Privaten Sender sind ausschliesslich konzipiert, Werbung zu zeigen, die durch Filme, Dokumentationen, Nachrichten usw. unterbrochen werden. Das ganze Programm ist darauf ausgerichtet, eine spezielle Zielgruppe, die 14-49-Jährigen, möglichst lange für ihren Kanal und damit für ihre Werbung zu begeistern.

    Ich möchte nicht nur das sehen oder hören können, was eine Gruppe von vielleicht 4000 Leuten, mögen sie auch noch so repräsentativ ausgewählt sein, sehen will, sondern ein Programm sollte auch die Bedürfnisse von anderen Gruppen berücksichtigen.

    SL

  5. Der Chef sagt:

    Zu den Wesentlichen Aufgaben des Staates gehören die Innere und die Äußere Sicherheit in jedweder Form. Ausserdem Bildung usw. und so fort. Also auch Feuerwehr, Gesundheitswesen (Krankenhäuser), Schulen (auch wenns private gibt, die das Angebot durchaus positiv bereichern)…

    Da besteht irgendwie überhaupt kein Zusammenhang zum Thema „UNTERHALTUNG“ durch Fernsehen, manchmal kann man es auch „Kultur“ nennen. Jeder sollte Zugang zu Medien haben, aber warum muss JEDEr über eine zusätzliche Gebühr dafür zahlen auch wenn er es überhaupt nicht nutzen will?

    Und Brauchen wir ZIG öffentlich-rechtliche Programme? Brauchen wir all diese Programme um ein Grundstock an Kultur zu gewährleisten? Reichen dafür nicht vielleicht 1,2,5 oder sogar 10 Programme?

    Alle Sachen die Du aufgezählt hast, werden über Steuern finanziert. Jeder zahlt (theoretisch) abhängig von seinem Einkommen. Warum nicht auf fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen? Ein paar Grundprogramme, über Steuernfinanziert. Mehrere 100 Millionen Euro gespart, die sinnvoller in die Wirtschaft gesteckt werden können?

    Und by the way. Du sprichst immer von „Bildung, Kunst, Kultur,“. auch die Programme der Privaten sind irgendwie Kultur und nicht alles was die Öffis bringen ist wirklich notwendig, Bildend oder wirklich kulturell.

  6. SLTESTER sagt:

    Wieso ist die Institution Feuerwehr eine elementare Kernaufgabe des Staates? Verstehe ich nun wirklich nicht.

    Es gibt schon jetzt private Schulen. Pay-School sozusagen.

    Nicht genug Nachfrage: Wozu haben wir eine Bundeswehr, direkte Nachfrage besteht hier nun wirklich nicht.

    Wer benötigt schon Gefängnisse? Die Nachfrage wird auch nicht aktiv gesteigert.

    Schaffen wir alles ab, was nur eine Minderheit möchte, aber von der Allgemeinheit getragen wird: Parteien mit weniger als x% Stimmanteil z.B., je nach persönlicher Neigung kann x auch 50 sein.
    Bundespräsident, wird ja doch nur von ca. 1200 Leuten gewählt.

    Privatisieren wir alles, was einem persönlich nicht als nützlich erscheint?
    Friedhöfe, ich bin ja nicht tot.
    Kinderkrankenhäuser, ich bin ja schon groß.
    Bibliotheken, es gibt ja Internet,

    Die perfekte Lösung Pay-TV? Hartz-IV-Empfänger, die sich kein Pay-TV-Abo leisten können? Mieter, die keine eigene Satellitenanlage haben dürfen, sind auch ausgeschlossen. Wie sollen sie an das so gelobte Pay-TV kommen? Bewohner, die keine DSL-Leitung haben werden, da sich der Ausbau (ist ja privatisiert) nicht lohnt?

    Nachfrage ist kein Kriterium für den einzelnen: Wozu gibt es Haarshampoo, ich habe eine Glatze. Kindergärten brauche ich nicht, ich bin Single.

    Erwarte ich von einem Pay-TV eine unabhängige Berichterstattung? Wie war es dem bei Premiere: „alle Fussballspiele waren super toll, aufregend und verpassen Sie auf keinen Fall den Knüller morgen ….“, auch wenn es ein grottenschlechtes Spiel ist. Objektiv, wenn in der Halbzeitpause der Kaiser Hof hält. Nein Danke.

    Pay-TV ist zur Befriedigung von besonderen Neigungen, gleich welcher Art. Dass, was im öffentlich-rechtlichen gezeigt wird, ist damit nicht abzudecken.

    Bildung, Kunst, Kultur, nur noch gegen Bezahlung?

    Bildung, Kultur nur noch, wer es sich leisten kann?

    Bildung nur noch, wenn die Nachfrage genügend groß ist, dass es profitabel ist?

    nur noch Geld, Geld, Geld, Geld, Geld?

    SL

  7. Der Chef sagt:

    Polizei, Feuerwehr, Schulen etc. gehören zu den elementaren Kernaufgaben des Staates. Hier hat privatisierung nichts zu suchen. Aber Unterhaltung im Fernsehen ist nicht Aufgabe des Staates.

    „Welche Privaten Sender bringen Kulturelles Programm? Spartenprogramme sind nicht werbewirksam genug, um Profit abzuwerfen. Aber 5 verschiedene Gerichtsshows schon.“

    Dann sollte man sich fragen, warum das so ist? Vielleicht weil die vorhandenen kulturellen Programme nur von Minderheiten genutzt werden? Warum soll dann die Mehrheit dafür bezahlen? Hier ist Pay-Tv die perfekte Lösung, und wenn sich das finanziell nicht trägt, dann, weil es nicht genug Nachfrage gibt.

    Wie wäre es die öffentlich-rechtlichen mal ordentlich zu verschlanken, so dass vielleicht eine Hand voll Sender überbleiben und das ganze vielleicht über Steuern finanzieren, dann könnte man sich 200Mio Euro für die GEZ sparen…

  8. SLTester sagt:

    Hallo, Privatfernsehen ist ja nicht umsonst, da arbeiten Leute, die werden über die Werbeeinnahmen bezahlt. Diese wiederum sind letztendlich Teil der Preise, welche wir im Supermarkt, an der Tankstelle, in der Werkstatt, beim Versandhandel… bezahlen. Will ich das? Werde ich dazu befragt? Kann ich mich dem entziehen? Wenn ich nur öffentliches Programm einschalte, bekomme ich dann einen Preisrabatt?

    Nur beim öffentliche-rechtlichen Programmen habe ich wenigstens die Hoffnung, dass auch Sendungen produziert werden, die ich sehen und hören (das Radio gibt es auch öffentlich-rechtlich) möchte. Welche Privaten Sender bringen Kulturelles Programm? Spartenprogramme sind nicht werbewirksam genug, um Profit abzuwerfen. Aber 5 verschiedene Gerichtsshows schon.

    Die nächste Privatisierung ist dann die Polizei, die dann Sicherheitsmitarbeiter werden dann in den lukrativen Bereichen eingesetzt. Objektsicherung, freie Bahn für wichtige wirtschaftsbosse. Kleinkriminalität zu bekämpfen wirft keinen Profit ab, wird daher abgemanagt.

    Danach Feuerwehr? Gerichtsbarkeit? Schulen? Es liesse sich bestimmt ein Investor finden, der daraus profitable Geschäftsbereiche herausnimmt.

    Privatisierung hat selten einen Nutzen für die Allgemeinheit.

    SL

  9. Der Chef sagt:

    Nein, bin ich definitiv nicht. Z.B. könnte Solidarität im Gesundheitssystem eine tolle Sache sein, wenn wirklich alle teilnehmen und dann auch teilhaben würden. Ich halte auch die privatisierung der Bahn für Nonsens, denn auch hier muss eine gewisse Versorgung gewährleistet sein. Inwievern hat aber die Post nun was mit Solidarität zu tun? Die Preise sind relativ human, die Versorgung ausreichend und ich werde zu nichts gezwungen, zumindest im Paketbereich gibts inzwischen gute Konkurrenz, vielleicht irgendwann mal auch im Briefverkehr.

    Aber beim Fernsehen werde ich gezwungen zu zahlen, ob ich will oder nicht. Ein riesiger Verwaltunsapparat wird unterhalten, den sich ein privates Unternehmen niemals leisten würden. Und brauchen wir den ZDF-Theater-Kanal wirklich für die Grundversorgung in unserem Land.

    Die Grundversorgung wäre mit viel weniger aufwand und wesentlich weniger Sendern zu gewährleisten. Und wer mehr Informationen möchte, der kann dann FREIWILLIG“ mehr Geld dafür zahlen, aber nicht auf meine Kosten sein Lieblingsprogramm gucken.

    Und die Erfahrung zeigt, dass Geld, das sowieso kommt, immer „lockerer“ umgegangen wird als mit dem wirklich selbst erwirtschafteten Geld.

    Und, die privaten Sender bringen das was Quote bringt auch wenn das manchmal seltsame Kapriolen schlägt. Also scheint das, auch in meinen Augen miese Programm in weiten Teilen der Bevölkerung gut anzukommen.

    Ich gucke sogut wie kein Fernsehen mehr. Aber schon der Besitzt des Fernsehers, auch wenn nur für DVDs genutzt, führt zur Zahlungspflicht. Das Radio, welches nur private Sender abspielt, führt zur Zahlungspflicht. Der Rechner, niemals mit öffentlich-rechtlichen Webseiten in Berührung gekommen führt auch zur Zahlungspflicht. Und das gefällt mir nicht, das ist überholt und soll einen viel zu fetten Verwaltungsapparat für die nächsten Jahre durchfüttern.

  10. tirstoff sagt:

    Bist Du dann auch generell gegen Solidaritaet?
    Genau darum geht es naemlich, wenn mit Mitteln aller etwas zur Verfuegung gestellt wird, das nur wenige brauchen. Wie eben den Brieftraeger in Hinterletztkirchen.

  11. Der Chef sagt:

    Ich respektiere das durchaus und bin mir auch bewusst, dass das viele Leute so sehen wie Du. In diesem Fall wäre Pay-TV die, m.E. nach richtige Alternative. Das würde bedeuten, dass die Senderanstalten sich erheblich verschlanken müssten, weil vermutlich nicht mehr so viel Geld in die Kassen kommen würde. Man könnte sich komplett die GEZ sparen und es würde nur zahlen, wer die Programme auch nutzen will. Ich finde es in diesem Fall (!) unmöglich, dass alle zahlen müssen, damit einige bestimmte Fernsehprogramme gucken können.

  12. tirstoff sagt:

    Da bin ich ja komplett anderer Meinung:
    Soviel auch bei den oeffentlich-rechtlichen Sendern besser und schlanker gemacht werden koennte – wenn etwas im deutschen Fersehen mal Qualitaet hat, findet man das kaum mal in den Privaten. Im Fernsehen dabei noch fast voellig ohne Werbung.
    Und genau darum geht es: Bewahrung gewisser Qualitaeten und Inhalte auch und gerade *fuer Minderheiten*.
    Klar kann man hier auch mit dem Privatisierungswahn weitermachen. Dann haben wir bald nur noch RTL-Klone, also gar nichts mehr von Wert.
    Ich habe ueberhaupt nichts dagegen, private Wettbewerber zuzulassen. Im Gegenteil. Aber die gibt es in Rundfunk und Fernsehen schon seit vielen Jahren.
    Aber oeffentliche Einrichtungen zu privatisieren, heisst in vielen Faellen ganz schnell eine Abnahme wichtiger Angebote fuer kleine Minderheiten, die aber staatlich garantiert sein sollten.
    Denn wirtschaftlich rentieren tun sich auch Brieftraeger, Bahnhoefe und Oeffis in der Wallachei nicht.
    Klar – alles zu privatisieren und jeden sich selbst der naechste sein zu lassen, ist sehr einfach und wuerde einigen etwas bringen. Aber einigen wuerde es eben auch sehr schaden. Auch und gerade einigen, die sich nicht wehren koennen.