Deutsche Sprache ins Grundgesetz aufnehmen?

deutschDer Verein Deutsche Sprache e.V. ist eine Bürgerinitiative mit, nach eigenen Angaben, derzeit über 30.000 Mitgliedern weltweit. Der Verein setzt sich dafür ein, die deutsche Sprache als eigenständige Kultur- und Wissenschaftssprache zu erhalten und vor dem Verdrängen durch das Englische zu schützen.

Soweit so gut. Ich finde das durchaus interessant und unterstützenswert. Immer mehr sinnlose denglische und englische Phrasen treffen uns tagtäglich mitten ins Gehirn, meist nur, weil einem Texter wohl einfach nix besseres eingefallen ist oder er der Meinung war, es klinge cooler auf Englisch.

Denn schließlich ist „there no better way to fly“ und wir sollen immer „the most of now maken“. Dabei trinken wir unseren “Coffee to go” und nutzen den immerwährenden “Sale” in der Innenstadt. Gute Bürger wie wir sind, haben wir am 27.09. bei der Bundestagswahl für unsere Partei „gevotet“ und wir „browsen“, „googlen“, „surfen“ und „meeten“ uns was das Zeug hält.

Das ist manchmal echt nur armselig.

Jetzt fordert der Verein Deutsche Sprache e.V. von den beiden aktuellen Regierungsparteien, dass die Deutsche Sprache ins Grundgesetz mit aufgenommen wird. Und hier hört es für mich leider auf. Denn das macht für mich wirklich überhaupt keinen Sinn. Würde das irgendwas ändern, irgendwas verbessern?

Was denkt Ihr darüber? Ich würde mich sehr über Eure Meinung und Gedanken in den Kommentaren freuen.

2 Kommentare

  1. Claudia sagt:

    Oh mein Gott, das sind die Leute mit dieser unglaublich seltsamen Zeitschrift, nicht? Im Prinzip ist es manchmal albern, wenn bewusst auf English gesetzt wird weil es eben modern und toll ist, aber das generelle Problem sehe ich nicht – wie ToWi sagte, nur eine Sprache, die sich verändert, lebt. Das hat auch nichts mit Sprachverfall o.ä. zu tun – man stelle sich die deutsche Sprache ohne Lehnwörter (oder gar direkte Entsprechungen) aus anderen Sprachen (Latein, griechisch, französich – um nur ein paar zu nennen) vor, das wäre wahrlich armselig.

    Also: Etwas Sensibilität im Umgang mit der Sprache und coolen Zwangs-Anglizismen von Managern & Co. (wozu ich eigentlich keines der obigen richtig zähle) sind nötig, aber sonst … auf den Verein Deutsche Sprache reagiere ich etwas, ehm, allergisch.

  2. ToWi sagt:

    Für mich hat das was fanatisches – und ich halte Fanatiker für gefährlich.

    Nur eine Sprache die sich verändert lebt.