Deckelung von Managergehältern

Ich halte die Deckelung von Managergehältern für eine unsägliche Neiddebatte. Es geht nur darum, dass andere nicht mehr verdienen sollen als man selber. Warum redet man hier nur über Manager? Warum nicht über Schauspieler, über Sportler, über Musiker und Künstler?

Die Deckelung von Managergehältern ist ein schritt in eine sozialistische Umverteilungsgesellschaft – und, was noch viel wichtiger ist, wird keinen einzigen Job in Deutschland schaffen, keinen Armen reicher machen. Vielmehr würde so ein Gesetz dafür sorgen, dass Topmanager lieber ins Ausland gehen als weiter hier in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

Und das die Kanzlerin jetzt mit auf den Zug aufspringt überrascht doch niemanden wirklich. Frau Merkel ist ein Fähnlein im Wind und richtet Ihre Nase stets nach der aktuellen Windrichtung aus.

Ich hoffe, dass sowas mit der FDP-Fraktion nicht zu machen ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wirtschaft-empoert-ueber-merkels-vorstoss-zu-managergehaeltern-a-888719.html

 

 

4 Kommentare

  1. da kann man ja in deutschland nur von träumen das das gemeine wahlvolk gefragt wird . in meiner stadt war eine bürgerwahl betr einem ausbau zur autobahn gemacht worden und abgelehnt und nun wird versucht dies durch die hintertür durchzuziehen . vermutlich weil alle dran verdienen . das nenne ich wahre demokratie a la germany . ironie ende.

  2. Thomas sagt:

    […] Die Deckelung von Managergehältern ist ein schritt in eine sozialistische Umverteilungsgesellschaft – und, was noch viel wichtiger ist, wird keinen einzigen Job in Deutschland schaffen, keinen Armen reicher machen. Vielmehr würde so ein Gesetz dafür sorgen, dass Topmanager lieber ins Ausland gehen als weiter hier in Deutschland zu leben und zu arbeiten. […]

    Genau! Und deswegen brauchen wir eine Steuergesetzgebung a la USA, in der jeder deutsche Staatsbürger, egal wo er auf der Welt lebt, eine Steuererklärung in Deutschland abgeben muß. Darin erklärt er, was er an Einkünften hatte und was er an Steuern an seinem derzeitigen Wohnort bezahlt hat und die Differenz (in der Regel wird diese für den deutsch Staat positiv ausfallen) muß er dann an das für ihn zuständige deutsche Finanzamt abführen. Somit wird es auch unattraktiv aus Steuerspargründen Deutschland zu verlassen 🙂

  3. tacvbo sagt:

    Merkel ist das Fähnlein im Wind – sehr gut gesagt, aber wer bestimmt die Windrichtung in Deutschland? Richtig, die Wirtschaft.

    Das Problem was ich sehe ist folgendes: Wer sich durch Arbeit und Wohltat am Volke verdient macht, der solle belohnt werden. Wer sich aber durch Schmierereien, unlauteren Wettbewerb und Betrug bereichert, derjenige ist asozial, hat in einer Volksgemeinschaft nichts verloren und sollte ausgebürgert werden.
    Tirstoff pflichte ich bei.

    Außerdem ist es egal, welche Partei gewählt wird. Um es mit Schramms Worten zu sagen: Wenn sie auf der Regierungsbank sitzen, machen sie doch alle das gleiche!

  4. tirstoff sagt:

    Ich denke, dabei geht es mehr um den Versuch, eine Lobby etwas zu schwaechen, die sich selbst staerkt, indem sie sich gegenseitig schuetzt und bereichert, egal ob die gemachte Arbeit gut oder schlecht war. Das ist etwas anderes als Neid.
    Aber ich denke auch, dass durch die Deckelung von Managergehaeltern dieses Problem nicht wirklich beeinflusst werden kann. Damit wird dem Buerger vorgegaukelt, man haette ja etwas getan, um das Problem zu loesen. Also nicht Neid sondern Augenwischerei!