Archiv für Dezember 2008

Der arme, arme Per….

Ich finde, es ist wirklich kaum zu fassen, wie unverschämt, frech, realitätsfremd und anmaßend manche Regierungspolitiker inzwischen sind. Ohne mit der Wimper zu zucken wird für die Finanzbranche ein Milliarden-Euro-Kredit-Sicherheits-was-auch-immer-Paket geschnürt. Das geht innerhalb weniger Tage. Dann kommt die Automobilbranche und jammert und natürlich wird sich da auch irgendein Weg für weitere Subventionen finden.

Und nun wagt es das Bundesverfassungsgericht tatsächlich ein grundgesetzwidriges Gesetz zu kippen und schon geht das Geschrei wieder los. O-Ton Per Steinbrück, dies sei für die nachfolgenden Generationen „keine gute Nachricht“. Ich kann es wirklich nicht fassen. 2.5 Milliarden Mehrausgaben für uns Bürger, die wir das Geld ja immerhin erarbeiten und er tut so als würde das Verfassungsgericht damit unsere Kinder und Kindeskinder bestrafen – und der arme Per könne nix dagegen tun. Die anderen Milliarden, die aus dem Fenster geworfen werden und den Eliten dieses Landes da hinein gesteckt werden wo keine Sonne scheint und kein Telefon ist – die werden nicht erwähnt, die belasten unsere Kinder natürlich nicht.
Es ist wirklich kaum noch zu ertragen….

Heute morgen im Radio

Die, kurz vorm Ruin stehenden, amerikanischen Autobauer bekommen vermutlich Kredite vom Staat um die Insolvenz abzuwenden. Es sei mal dahin gestellt, ob das die richtige Entscheidung ist, aber es hängen viele Arbeitsplätze und viel Geld daran, sogar in Deutschland – siehe Opel. 

Aber ist das jetzt wirklich ein Grund für die deutsche Autoindustrie laut aufzuschreien wegen Wettbewerbsverzerrung und auch Millionen von unserem Staat, d.h. von uns Steuerzahlern zu fordern? Seit Jahren werden Rekordergebnisse eingefahren und weil es jetzt mal ein paar Wochen/Monate nicht läuft, will man gleich Subventionen bekommen?
Ich finde, das ist eine Frechheit.

Kein Kommentar

Spiegel.de: „Merkel spricht sich gegen zu viel Klimaschutz aus“

Realitätsfremd

Heute schreibt die HAZ von neuen Preiserhöhung bei den lokalen Verkehrsbetrieben, der ÜSTRA: „Der Vorstandschef fühlt sich bestätigt, weil die Fahrgäste die bisherigen Preiserhöhungen akzeptiert hätten“.

Das ist der pure Hohn und eine echte Frechheit. Akzeptiert? Geschluckt, würde ich sagen, passt viel besser. Denn, welche Alternative haben die Nutzer der Öffis denn? Es gibt keine, ausser zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren – wer es sich leisten kann, fährt sowieso Auto. 
Und da wagt der Herr Neiß von „aktzeptieren“ zu sprechen.
*kopfschüttel*