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Demo

Flashmob auf dem Wunstorfer Weihnachtsmarkt

Irgendwie hatte unser Bürgermeister Wind vom Flashmob bekommen und reagierte gelassen bis arrogant auf die Aktion. Steinhuder und Wunstorfer Schüler und Eltern wollten die Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Wunstorf nutzen um auf die verfehlte Schulpolitik der Stadt aufmerksam zu machen und für den Erhalt des Schulzentrums Steinhude zu demonstrieren.

So viele Menschen waren vermutlich noch nie bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes – aber nur für kurze Zeit. Denn als unser Bürgermeister das Wort ergreifen wollte fing die Menge an zu singen und liess Herrn Eberhardt nicht zu Wort kommen. Die Gesichter von Herrn Eberhard und Frau Riedel auf dem Podium sprechen Bände.

Wenn der Hintergrund nicht so traurig wäre könnte man über die Reaktion des Bürgermeisters lachen. Aber so…. Schade Herr Eberhard, es wäre eine Chance gewesen zu zeigen, dass sie uns ernst nehmen, auch wenn wir eine andere Meinung als Rat und Verwaltung haben. Es wäre eine Chance gewesen Größe zu zeigen. Sie aber haben uns nur gezeigt, dass Sie uns nicht ernst nehmen und Rat und Verwaltung eben das tun was sie wollen.

Und so müssen wir und unsere Kinder weiter unter der verfehlten Schulpolitik der Stadt Wunstorf leiden in der für eine Gesamtschule eine zweistelliger Millionenbetrag aufgebracht werden kann, dafür aber die Schulen am Stadtrand und in den Ortsteilen ausbluten müssen – egal, wie dort der Elternwille aussieht, egal wie hoch die Qualität der Schulen ist. Es geht Ihnen nicht um Bildung, es geht nur ums Prinzip. Sie wollen keine Vielfalt, sie wollen die Einheitsschule im Zentrum für alle. Ob das der richtige Weg ist – ich bezweifle es ernsthaft.

Wir sehen uns am 10.12. in der Wunstorfer Innenstadt – dort werden wir die größte Demo erleben, die Wunstorf je gesehen hat – zusammen mit allen Schülerinnen und Schülern der Stadt, die aktuell unter Ihrer Verfehlten Politik leiden müssen. Ich freue mich drauf.

P.S. Ich kann Herrn Elsner von der Werbegemeinschaft verstehen, der not amused über die Aktion war – aber ich denke nicht, dass der Flashmob dem Wunstorfer Weihnachtsmarkt geschadet hat. Im Gegenteil – es war die Hölle los. Wir Wunstorfer lieben unseren Weihnachtsmarkt – und er war das perfekte Podium um auf unsere Sache aufmerksam zu machen. Also ärgern Sie sich nicht Herr Elster, alles wird gut.

Rot/Grün schließt Gymnasium Steinhude – und nun?

Es ist und war abzusehen. Die Gremien der Wunstorfer Politik werden in den kommenden Wochen die Entscheidung fällen, das Gymnasium Steinhude zu einer Außenstelle des Hölty Gymnasiums zu machen – und vermutlich, auf längere Sicht, diese Außenstelle dann dicht zu machen. Denn der Vertrag läuft nur über 3 Jahre – nichts ist leichter als diesen zum Ende hin dann auslaufen zu lassen.

Leider stehen in erster Linie aus meiner Sicht hier nur ideologische Gründe ganz vorne, und nur als Ausrede gefolgt von finanziellen. Denn wer einen zweistelligen Millionenbetrag in die Wunstorfer Gesamtschule investieren kann, der muss sich fragen lassen ob wirklich die Finanzen ein Maßgeblicher Grund sein können.

SPD und Grüne arbeiten in ganz Niedersachsen daran das Schulsystem Ihrer Ideologie anzupassen. Das bedeutet, dass kleine, hocheffektive und beliebte Schulen auf kurz oder lang geschlossen werden (Steinhude oder auch Madorf/Schneeren als Beispiel) um alles in die bevorzugte Form der Gleichmacherei-Schulen in Form von Gesamtschulen zu konzentrieren.

Hier wird dann immer wieder, wie in Wunstorf, auf den Elternwillen verwiesen – aber im Falle des Gymnasiums Steinhude ist dieser dann wieder völlig egal. Es interessiert niemanden, dass Steinhude deutschlandweit die einzige Welt-Ethos-Schule ist und Lehrer wie Eltern und Schüler vehement den Erhalt fordern. Es denkt niemand daran, dass ein Ort wie Steinhude für Familien um einiges unattraktiver wird wenn das Gymnasium verschwindet – und es ist vermutlich auch nur eine Frage der Zeit wann sich der Aufwand für die Grundschule für die Rot-Grüne Mehrheit auch nicht mehr lohnt.

Zum Glück kommt die nächste Kommunalwahl bestimmt – und da kann der Elternwille vielleicht doch wieder Wunder bewirken.